Einbürgerung: 23 Neubürger haben Dienstag im Haus Hartmann die Urkunde erhalten.

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Milenko und Verica Novakovic haben nun beide einen deutschen Pass, sie leben in Gustorf.

Milenko und Verica Novakovic haben nun beide einen deutschen Pass, sie leben in Gustorf.

Uli Engers

Milenko und Verica Novakovic haben nun beide einen deutschen Pass, sie leben in Gustorf.

Grevenbroich. Der Liebe wegen kam Verica Novakovic aus Serbien in die Stadt an der Erft. Das war vor 19 Jahren. Bereut hat sie diesen Schritt nie. Heute lebt sie mit ihrem Mann Milenko in Gustorf. Die beiden lernten sich noch in der alten Heimat kennen, Milenko ist schon seit Jahren deutscher Staatsbürger.

Testfragen sind für zahlreiche Neubürger echte Hürden

Jetzt hat sich auch seine Frau zu diesem Schritt entschlossen. Gestern erhielt Verica Novakovic zusammen mit 22 anderen Neubürgern aus der Hand von Bürgermeister Axel Prümm ihre Einbürgerungsurkunde. Eingebürgert wurden neben der Ex-Serbin 16ehemals türkische Staatsangehörige, zwei Neubürger aus Polen sowie jeweils einer aus Sri Lanka, der Slowakei und der Dominikanischen Republik.

Wie für viele von ihnen ist das Aufgeben der alten Staatsbürgerschaft auch für Verica Novakovic ein Bekenntnis zum neuen Zuhause. Sicher, die Verbindung zur Familie in Serbien bleibe erhalten, erklärt die 43-Jährige. "Aber unser Lebensmittelpunkt ist in Deutschland, und hier wollen wir auch bleiben." Milenko ist mit 63Jahren im Vorruhestand, Verica arbeitet als Köchin in Leverkusen: "Ich liebe diese Arbeit", schwärmt sie.

Im Gegensatz zu vielen anderen musste Verica Novakovic keinen Einbürgerungstest bestehen, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen. Für viele andere sind die teils umstrittenen Testfragen und der Sprachtest echte Hürden. Tatsächlich ist seit Einführung die Zahl der älteren Bewerber zurückgegangen, so die Erfahrungen des Ausländeramtes. Andererseits entschließen sich immer mehr Menschen aus der zweiten und dritten Migranten-Generation für die deutsche Staatsangehörigkeit.

Viele leben seit der Kindheit in Deutschland, haben hiesige Schulen besucht und arbeiten in der Umgebung. Von den 23 am Dienstag ernannten Neubürgern sind nicht weniger als elf in Deutschland geboren. Insgesamt werden in Grevenbroich jährlich etwa 100 Menschen aus anderen Staaten eingebürgert.

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