Heike Troles (CDU) wünscht sich mehr Engagement im Land.

Grevenbroich. Nach sieben Jahren Rot-Grün in der Landesregierung ist Nordrhein-Westfalen immer noch bundesweites Schlusslicht bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern. Das beklagt jetzt die Landtagskandidatin Heike Troles (CDU) aus Grevenbroich. Während die Versorgungsquote im Bundesdurchschnitt bei 32,7 Prozent liege, trage NRW mit lediglich 25,7 Prozent die rote Laterne, so Troles.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss sich verbessern

„Das ist auch ein Grund dafür, dass es in Nordrhein-Westfalen mit gerade einmal 28 Prozent den niedrigsten Anteil von Frauen in einer Vollzeitbeschäftigung gibt“, sagt die Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses: „Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen, müssen diesen auch bekommen. Frauen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen möchten, müssen von der Politik die Chancen und Möglichkeiten dazu erhalten.“ Es müsse zu einer nachhaltigen Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommen, sagt Troles.

In der Gemeinde Rommerskirchen, für die das Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss zuständig ist, gebe es bereits eine U3-Versorgungsquote von 32,9 Prozent. Im laufenden Kindergartenjahr könnten alle Kinder unter drei Jahren, die einen Betreuungsplatz benötigen, in eine Tageseinrichtung oder in eine Tagespflege aufgenommen werden. „Der Rhein-Kreis treibt in Rommerskirchen den Ausbau der U3-Betreuung dennoch voran, um einen zusätzlichen Bedarf auffangen zu können“, sagt Heike Troles. Auch in der Stadt Grevenbroich liege die Versorgung für die Betreuung von unter Dreijährigen mit 30 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Ausbau der U3-Betreuung im Land ist unumgänglich

„Im südlichen Teil des Rhein-Kreises Neuss sind wir bei der U3-Versorgung bereits vorbildlich. Das sollten wir auch auf Landesebene sein“, fasst die Landtagskandidatin zusammen. Sie begrüße, dass der Bundesgerichtshof die Eltern stärke, die nach dem Ende der Elternzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren möchten.

„Das Urteil des Bundesgerichtshofs darf jedoch nicht zu Lasten der Kommunen gehen. Die rot-grüne Landesregierung muss nun endlich eigenes Geld in die Hände nehmen und den Ausbau der U3-Betreuung stärker als bisher vorantreiben“, sagt Heike Troles. Red

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