Der digitale Zähler im Rathaus zeigt den aktuellen Stand des städtischen Defizits.

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Bürgermeister Axel Prümm am Zählwerk im Rathausfoyer. Der aktuelle Schuldenstand liegt bei 42 187 988, 68 Euro.

Bürgermeister Axel Prümm am Zählwerk im Rathausfoyer. Der aktuelle Schuldenstand liegt bei 42 187 988, 68 Euro.

Uli Engers

Bürgermeister Axel Prümm am Zählwerk im Rathausfoyer. Der aktuelle Schuldenstand liegt bei 42 187 988, 68 Euro.

Grevenbroich. Sie weiß, wie man die Schulden einer Stadt auf Null bringt. Zumindest symbolisch. Die Schuldenuhr, die seit gestern im Grevenbroicher Rathausfoyer steht, hat bereits in Langenfeld auf das Minus in der Stadtkasse hingewiesen und dessen Ausgleich angezeigt.

Nachdem die Uhr dort nicht mehr gebraucht wurde, hat sie nun Bürgermeister Axel Prümm leihweise nach Grevenbroich geholt. "Die Uhr soll das, was sie in Langenfeld getan hat, jetzt auch in Grevenbroich tun: den Bürgern zunächst zeigen, wie die Situation ist, aber auch Mut machen, dass es besser wird", erklärt er.

Wann die Uhr auf Null stehen wird, kann niemand beantworten

Gestern Morgen um Punkt halb Zehn begann die Schuldenuhr in Grevenbroich zu ticken. Die Ausgangssumme auf der 70 Kilo schweren elektronischen Anzeigentafel: 42187988, 68 Euro.

 So groß ist derzeit das Defizit der Stadt einschließlich der Altschulden. Auf der Uhr wird die Millionen-Summe nun in jeder Sekunde um etwas weniger als einen Cent sinken, dann stünde die Summer und so Ende des Jahres auf knapp 40Millionen Euro stehen.

Ein Cent weniger pro Sekunde: Das spiegelt nicht den echten Schuldenabbau, das ist so programmiert. Die Stadt werde aber jede finanzielle Veränderung sofort auf der Uhr anzeigen, verspricht Bürgermeister Axel Prümm. Das heißt, dass auch neu hinzukommende Schulden auf dem digitalen Zähler deutlich gemacht werden.

Prümm kündigt zudem an, dass nach jeder Ratsentscheidung, die finanzielle Konsequenzen für Grevenbroich hat, der aktuellen Stand der Uhr verändert werde. Wann die Uhr auf Null stehen wird, kann derzeit niemand beantworten. "Natürlich so früh wie möglich", sagt Prümm dazu.

In der Realität will die Stadt weiter ihre Schulden abbauen. Prümm sieht eine gute Möglichkeit darin, neue Unternehmen an den Standort zu holen und alte zu halten.

"Da müssen wir Vorteile der Stadt wie die gute Infrastruktur nutzen", sagt er. Seit 2004 hat Grevenbroich bereits 60 Millionen Euro Schulden abgebaut.

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