Gerhard DeVoss hat die Kunstwerke für eine Ausstellung im Schloss Hülchrath vereint.

Kunstsammler Gerhard DeVos trägt seit 23 Jahren Skulpturen aus Schwarzafrika zusammen.
Kunstsammler Gerhard DeVos trägt seit 23 Jahren Skulpturen aus Schwarzafrika zusammen.

Kunstsammler Gerhard DeVos trägt seit 23 Jahren Skulpturen aus Schwarzafrika zusammen.

Uli Engers

Kunstsammler Gerhard DeVos trägt seit 23 Jahren Skulpturen aus Schwarzafrika zusammen.

Grevenbroich. "Ethnologie war schon immer mein Steckenpferd", erzählt Gerhard DeVos mit einem Lächeln. Schwarzafrika hat es ihm besonders angetan. Skulpturen, Masken, Gebrauchsgegenstände und Federschmuck vom Schwarzen Kontinent sind momentan in Schloss Hülchrath ausgestellt.

"Durch diese Ausstellungsstücke bekommen die Besucher einen Einblick in das kulturelle und soziale Leben der afrikanischen Völker", sagt der in Dormagen lebende Kunstliebhaber. Masken aus Burkina Faso, Skulpturen aus dem Kongo, Schmuck aus Namibia. Die Kollektion ist eine Gesamtschau der schwarzafrikanischen Kunst. Einige wenige Skulpturen stammen aus Ozeanien und Indien.

Gerhard DeVos hat diese Einzelstücke aus Galerien in Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie von Privatsammlern und Kunsthändlern zusammengetragen und nach Schloss Hülchrath gebracht. "Das ist wie geschaffen für eine solche Ausstellung", sagt er. "Und das malerische Ambiente des Schlosses rundet die ganze Sache ab."

Seit 1986 betreibt der gelernte Drogist Handel mit Kunstobjekten aus Schwarzafrika. Er hat die Leidenschaft zum Beruf gemacht. Drei bis viermal im Jahr stellt De Voss seine Werke an verschiedenen Orten aus.

Authentisch: Die Kunst gehört zum Alltag der Schwarzafrikaner

Authentisch sind die Ausstellungsstücke. Darauf legt er besonderen Wert. "Viele dieser Dinge werden sie auch im Alltagsleben der Schwarzafrikaner finden." Den Federschmuck tragen sie zu festlichen Anlässen, einige Skulpturen sind Fruchtbarkeitssymbole.

Eines seiner Lieblingsstücke ist die Büffelmaske der Guro. Die Kunst des Volkes, das an der Elfenbeinküste angesiedelt ist, sei geprägt von hoher Eleganz. Typisch für diese Stilrichtung seien die langgezogenen, ovalen Gesichter und die feine Ausarbeitung der Details.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte im Frühjahr den Afrikamarkt in den Mauern des Schlosses nicht verpassen. Dort gibt es noch mehr vom afrikanischen Kontinent zu entdecken. "Bis zu 30 Galeristen und Händler werden ihre Werke auf dem Markt ausstellen", erzählt Leo Hermida, Leiter der Veranstaltungsagentur Hermida und Stromann auf Schloss Hülchrath.

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