Die Gruppe „Mein Grevenbroich“ holt die meisten Stimmen. Ärger gibt’s bei der Briefwahl.

Das sind sie: die zehn Mitglieder des ersten Grevenbroicher Integrationsrates.
Das sind sie: die zehn Mitglieder des ersten Grevenbroicher Integrationsrates.

Das sind sie: die zehn Mitglieder des ersten Grevenbroicher Integrationsrates.

Stefan Büntig

Das sind sie: die zehn Mitglieder des ersten Grevenbroicher Integrationsrates.

Grevenbroich. Mit einer Beteiligung von 24,45 Prozent bei der Integrationsratswahl liegt Grevenbroich kreisweit an der Spitze. Durchschnittlich gingen im Kreis nur wenig mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten zur Wahlurne.

Von den 5886 Wahlberechtigten in der Stadt - Migranten über 16 Jahre - beteiligten sich 1439. Reger Besucherandrang herrschte auch bei der Live-Präsentation der Auszählungsergebnisse am Sonntagabend im Bernardussaal.

Der Wahlausschuss entscheidet heute über die Gültigkeit der Wahl

Äußerst zufrieden mit der Beteiligung zeigte sich Heike Steinhäuser, Fachbereichleiterin Soziales, die auf 20 Prozent gehofft hatte. Auch Sozialdezernent Claus Ropertz hatte bereits vor der Wahl eine "enorme Erwartungshaltung" bei den Migranten ausgemacht.

Zur Wahl für die zehn Sitze traten insgesamt 36 Kandidaten an, darunter vier Listen und ein Einzelbewerber. Stärkste Kraft wurde "Dein Grevenbroich" (699 Stimmen; 48,78 Prozent). Mit Yahya Cakar, Dilek Onbasi, Ismail Yavuz, Süleyman Gül und Mustafa Karaoglan sind fünf Vertreter der Liste dabei.

Drei Sitze gehen an die Liste "Aktiv" (433 Stimmen; 30,22 Prozent), die Hüseyin Sari, Ibrahim Gügen und Hilmi Sakar nominiert haben. Für "Die bunte Liste" (181 Stimmen; 12,63 Prozent) zieht Ahmet Güler in das Gremium ein, für die Türkische Kulturliste (95 Stimmen; 6,63 Prozent) Bülent Güngör. Der Alleinbewerber Heinz-Jürgen Skudrzik blieb mit 25 Stimmen (1,74 Prozent) draußen. Fünf weitere Mitglieder haben die Ratsfraktionen aus ihren Reihen bestimmt.

Ob die Wahl des Integrationsrates überhaupt gültig ist, steht indes noch nicht fest. So wurden am Rande der Stimmauszählung am Sonntagabend Betrugsvorwürfe laut. Auslöser sind die auffallend hohen Werte der Liste "Aktiv" bei der Briefwahl.

Lagen die Aktiven in allen Stimmbezirken klar hinter den Wahlgewinnern "Dein Grevenbroich", schnitten sie bei der Briefwahl deutlich besser ab (hier entfielen 71,29 Prozent der Stimmen auf die "Aktiven", 15,63 Prozent auf die Gruppe "Dein Grevenbroich"). Nach den Vermutungen einiger Besucher hätten Vertreter der Aktiven unter einem Vorwand einige Wahlscheine erschlichen und mit diesen die Briefwahl manipuliert.

Ob die Wahl gültig ist, ob sie womöglich wiederholt werden muss und was es mit den Vorwürfen auf sich hat, soll der Wahlausschuss in seiner heutigen Sitzung klären.

Die kompletten Ergebnisse finden Sie im Internet.

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