Die Innenstadt ist dadurch wieder ein Stück barrierefreier.

Die Innenstadt ist dadurch wieder ein Stück barrierefreier.
Anita Schenkewitz freut sich, dass am Kappesberg jetzt neue Handläufe den Auf- und Abstieg erleichtern.

Anita Schenkewitz freut sich, dass am Kappesberg jetzt neue Handläufe den Auf- und Abstieg erleichtern.

Lothar Berns

Anita Schenkewitz freut sich, dass am Kappesberg jetzt neue Handläufe den Auf- und Abstieg erleichtern.

Dormagen. Ein Geländer war an den Treppenstufen der Straße „Am Kappesberg“ in der Innenstadt bereits angebracht, jetzt hat die Stadt mehrere weitere Handläufe angebracht, um das Gefälle der Straße zwischen Kölner Straße und „Unter den Hecken“ auch mit Rollator oder Rollstuhl einfacher zu überwinden. Zudem wurde am Bahnhof ein Handlauf verlängert, so dass Dormagen insgesamt ein Stück weit barrierefreier geworden ist.

Der Bürgermeister testete selbst im Rollstuhl die Wege

Gerade die Situation am Kappesberg wurde eindrucksvoll auf einem Rundgang demonstriert, den der städtische Seniorenbeirat Ende Oktober zum Thema „barrierefreie Innenstadt“ organisiert hatte. Bürgermeister Erik Lierenfeld hatte sich selbst in einen Rollstuhl gesetzt, um so die Barrierefreiheit der Innenstadt zu testen und die Schwierigkeiten nachzuempfinden. Auch er stellte fest, dass die Steigung Am Kappesberg für gehbehinderte Menschen nur schwer zu bewältigen ist.

Daher haben die Technischen Betriebe Dormagen (TBD) jetzt als erstes Ergebnis dieses Rundgangs an der Straße „Am Kappesberg“ Handläufe für gehbehinderte Menschen angebracht. Sie erleichtern es unter anderem Rollstuhlfahrern, die steile Anhöhe am früheren Rheinufer zu bewältigen. „Das ist Schwerstarbeit – und zu steil und ohne Haltepunkte für Rollstuhlfahrer“, lautete das Fazit des Bürgermeisters nach dem Selbstversuch, trotz Zick-Zack-Fahr-Tipps der Rollstuhlfahrer. „Da wären ein zweites Geländer oder andere Maßnahmen zu diskutieren, die es den Gehbehinderten erleichtern, auf die Kölner Straße zu kommen“, sagte der Seniorenbeirats-Vorsitzende Hans-Peter Preuss.

Auch der Handlauf am Bahnhof wurde verlängert

Die Technischen Betriebe reagierten zudem auf eine weitere Anregung aus der Bevölkerung und verlängerten den bereits vorhandenen Handlauf am Bahnhof Dormagen nahe der Aufzüge an der Zonser Straße. Zwar konnte die Deutsche Bahn nicht zu einer zweiten Aufzugsanlage am Bahnhof bewegt werden, allerdings gibt es einen Hinweis der Stadtverwaltung an alle Bürger, die auf die Benutzung der Fahrstühle am Bahnhof angewiesen sind. „Es gibt hier eine sehr nützliche App der Deutschen Bahn“, berichtet die städtische Demografiebeauftragte Kerstin Belitz. Auf „DB Bahnhof live“ wird neben vielen anderen Informationen zu den Bahnhöfen im gesamten Bundesgebiet auch jeweils der aktuelle Status der Aufzüge angezeigt. „Gehbehinderte Menschen können so zumindest unnütze Wege vermeiden wenn die Fahrstühle zum Beispiel durch Vandalismus wieder einmal defekt sind“, so Belitz. Die Stadtverwaltung und auch die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft geben Schadensmeldungen ebenfalls regelmäßig an die Deutsche Bahn weiter.

Für Anregungen, wie die Barrierefreiheit in Dormagen weiter verbessert werden kann, hat Belitz immer ein offenes Ohr. Sie kümmert sich ab sofort federführend bei der Stadt um dieses Thema. „Auch diese organisatorische Regelung ist letztlich ein Ergebnis des sehr einprägsamen Rundgangs mit dem Seniorenbeirat“, so Bürgermeister Lierenfeld.

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