Trotz Entlastung bei den Unterrichtsstunden gibt es kaum Bewerbungen.

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Leiterstellen in Grundschulen zu besetzen ist nicht einfach.

Leiterstellen in Grundschulen zu besetzen ist nicht einfach.

dpa

Leiterstellen in Grundschulen zu besetzen ist nicht einfach.

Neuss. Nein, attraktiv kann es nicht sein, Leiter einer Grundschule zu werden. Was im ganzen Land gilt, trifft auch für Neuss zu. Gleich fünf Grundschulen im Stadtgebiet sind ohne eigene Leitung und werden kommissarisch von einer benachbarten Schule mitverwaltet. „Das ist landesweit ein großes Problem“, sagt Schuldezernentin Christiane Zangs, „gerade bei kleinen Schulen: riesig viel Verantwortung, und es gibt kaum was drauf.“

In Neuss sind in Reuschenberg die Hubertus- und die St. Andreas-Schule in Norf, die Münsterschule in der Innenstadt und die Geschwister-Scholl-Schule in Derikum sowie die Grundschule in Grefrath betroffen. Einige Stellen seien bereits „vier-, fünfmal“ ausgeschrieben worden, sagt die Neusser Schuldezernentin.

Mit Unverständnis regieren CDU-Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann und Parteichef Jörg Geerlings auf die Entwicklung. Beide betonen, wie wichtig die Besetzung der Leiterstellen sei und wie nachteilig andernfalls die Entwicklung verlaufen könne. Ihre Forderung an die Landesregierung: attraktivere Rahmenbedingen müssten her. Darauf könne die Stadt keinen Einfluss nehmen.

Ohne Leitung ist derzeit auch das Gymnasium Norf. Der Schulleiter wechselt zur Bezirksregierung. Nun gilt erst einmal die grundsätzliche Wiederbesetzungssperre.

Das Problem nicht besetzter Schulleiterstellen sei „nicht auf Knopfdruck zu lösen“, sagt der Sprecher des Schulministeriums, Jörg Harm. Die Strategie des Landes: In mehreren Schritten sei die Sockelentlastung für Schulleiter erhöht worden. So wurden zuletzt mit dem Haushalt 2013 Entlastungen um drei weitere Wochenstunden festgeschrieben und dementsprechend zusätzlich Lehrerstellen eingerichtet. Ging es 2011 noch vorwiegend um Leitungsstellen für Grundschulen, werden jetzt vor allem weiterführende Schulen bedacht. In Grundschulen werden Schulleitern elf Wochenstunden für die Verwaltungsarbeit freigeräumt. „Wir wollen die Arbeit attraktiver machen“, sagt Harm, „nun müssen die Entlastungen greifen.“ Das scheint in Neuss noch zu dauern.

Mitarbeit

Der Waldkindergarten wird von einem Verein getragen, in den die Eltern eintreten, wenn ihr Kind den Waldkindergarten besuchen soll. Damit verpflichten sie sich, aktiv mitzuarbeiten. Dazu gehört, dass sie Putzdienste übernehmen, das schmutzige Geschirr der Kinder zu Hause spülen (es gibt kein fließendes Wasser im Waldkindergarten) oder bei Reparaturen oder Aufräumarbeiten auf dem Gelände mit Hand anlegen.


Jubiläum

Der Waldkindergarten Rosellerheide wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.

 

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