Mit neuem Anstrich in den Sommer: Am Dienstag eröffnet das Schlossbad. Die Eintrittspreise bleiben trotz höherer Energiekosten stabil.

Schwimm-Meister Hans Schillings beim letzten „Hausputz“: Ab heute dürfen die Besucher kommen.
Schwimm-Meister Hans Schillings beim letzten „Hausputz“: Ab heute dürfen die Besucher kommen.

Schwimm-Meister Hans Schillings beim letzten „Hausputz“: Ab heute dürfen die Besucher kommen.

Uli Engers

Schwimm-Meister Hans Schillings beim letzten „Hausputz“: Ab heute dürfen die Besucher kommen.

Grevenbroich. Das Wasser leuchtet durch den neuen Beckenanstrich in einem tiefen Blau. Das Wetter ist zwar nicht mehr so heiß, aber immer noch angenehm. So steht der Eröffnung des Grevenbroicher Freibades am Dienstag nichts mehr im Weg.

"Wir hätten zwar bei dem heißen Wetter die Freibadsaison gerne früher eröffnet", meint Rainer Baumgart, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich, die das Bad für die Stadt betreibt. "Aber der blaue Spezialanstrich war nötig und der kann nur bei gutem Wetter erfolgen." Danach, erklärt er, hätte die Farbe 14 Tage aushärten müssen. Dann sei der Einlauf von 2500 Litern Wasser erfolgt und die Wasseraufbereitung mit anschließender Analyse.

Das Bad wird von Kindern genutzt, da müssen die Preise moderat sein.

Die Eintrittspreise (Kinder bis acht Jahre 80 Cent, Jugendliche 1,80 Euro, Erwachsene 3,60 Euro) bleiben stabil. "Obwohl durch die steigenden Energiekosten 50 000 Euro mehr für das Bad aufgewendet werden mussten", so Rainer Baumgart. Auch das im vorigen Jahr eingeführte Kartensystem bleibt bestehen. Eine Saisonkarte für Jugendliche kostet 25 Euro, die Familienkarte für einen Tagesbesuch sieben Euro.
 
Auch Kioskbetreiberin Petra Sodtke bleibt bei ihren moderaten Preisen. "Dieses Bad wird hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen besucht. Da müssen Essen und Getränke bezahlbar sein."

35 000 Besucher hatte das Freibad im vorigen Jahr. Das Hallenbad vermeldet mit 4300 Badegästen pro Monat steigende Besucherzahlen. Allerdings bereitet das 1969 erbaute Bad der Verwaltung schon lange Kopfzerbrechen. "Die Konstruktion ist veraltet", so Dezernent Michael Heesch. "Wir haben von 1996 bis 2001 neben den Betriebskosten 916 000 Euro investiert, um die technischen Vorschriften zu erfüllen."

Jeder Gast muss mit 14 Euro bezuschusst werden

In den nächsten Wochen wird sich im Rat entscheiden, wo die Zukunft des Schlossbades liegt. "Es gibt nur zwei Alternativen", erklärt Heesch. "Entweder baut ein Investor in Neurath ein neues Bad, oder die Stadt muss das Schlossbad für etwa drei Millionen Euro aufrüsten." Ein Spaßbad würde dabei nicht herauskommen, sondern der jetzige Standard erhalten bleiben.
 
"Wir freuen uns zwar über jeden Badegast, der mit seinem Eintritt etwas zur Deckung der Betriebsführungskosten von rund einer Million Euro pro Jahr beiträgt", meint Heesch, "aber das macht nur 20 Prozent aus. So muss jeder Besucher auf die Gästezahl vom vergangenen Jahr berechnet mit 14 Euro bezuschusst werden."

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