In der Nacht brannte ein Stallgebäude am Schürmannshof. Acht Pferde überlebten unverletzt.

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In hellen Flammen stand das Stallgebäude an der Rheinallee.

In hellen Flammen stand das Stallgebäude an der Rheinallee.

Petra und Armin Schürmann am Brandort.

Dieter Staniek, Bild 1 von 2

In hellen Flammen stand das Stallgebäude an der Rheinallee.

Neuss. Großeinsatz für die Feuerwehr an der Rheinallee: Dort brannte es in der Nacht zu Mittwoch auf dem Schürmannshof. Verletzt wurde niemand, auch die Pferde überstanden das Feuer unbeschadet. Petra und Armin Schürmann betreiben seit 1997 den Reitstall in unmittelbarer Nachbarschaft der Kardinal-Frings-Brücke. 40 Tiere stehen derzeit in den Boxen.

Gegen 0.45 Uhr hörte Peter Schürmann Geräusche eines wegfahrenden Autos. Da er ohnehin noch nach seiner trächtigen Stute Donna sehen wollte, ging er nah draußen. Dort sah er brennende Strohballen, die vor seinem zweiten 10 mal 20 Meter großen Stallgebäude gelagert waren. „Es ging alles ganz schnell“, berichtete der Stallbesitzer am Mittwochmorgen.

„Das war schon verdammt heiß.“

Peter Schürmann, Hofeigentümer

Landwirtschaftliches Gerät,Traktoren und Stroh lagerten in dem Gebäude, acht Pferde waren dort untergestellt. Die Pferde zu retten, war für Schürmann keine Frage. „Nur eine Stute war durch die Flammen so nervös, dass ich ihr erst sehr gut zureden musste, bevor sie sich nach draußen führen ließ“, sagte er am Mittwoch. Alle acht Pferde, die zum Teil auf die umliegenden Straßen gerannt waren, konnten von ihm und der Polizei schnell wieder eingefangen werden Sie sind unverletzt.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr habe er die lodernden Flammen mit einem Wasserschlauch in Schach, sagte Peter Schürmann: „Das war schon verdammt heiß.“,

Die Feuerwehr war mit insgesamt 41 Kräften im Einsatz. Sofort errichteten die Männer eine „Riegelstellung“ und verhinderten so ein Übergreifen der Flammen auf den benachbarten Pferdestall und das Wohnhaus.

Nicht ganz einfach war die Wasserversorgung auf der Hofanlage: Erst forderte die Feuerwehr Tanklöschfahrzeuge an, dann konnte Wasser über das Swissotel zur Brandstelle geleitet werden.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich wegen der großen Brandlast die ganze Nacht über hin. Fünf Feuerwehrmämner blieben noch bis 9 Uhr vor Ort. Und als der Eigentümer am Mittag im Gebäude aufräumte, entzündete sich noch einmal Material, die Feuerwehr rückte nochmals aus.

Am Mittwoch begann das große Aufräumen

Nun muss der Betrieb weitergehen. Sohn Steffen (17) hat sich von seinem Ausbildungsbetrieb vorerst beurlauben lassen, damit er helfen kann. Auch viele Pferdebesitzer packten gleich mit an. Kristina Tewes, die seit einem Jahr ihr Pferd bei den Schürmanns eingestellt hat, räumte an den Ställen mit auf. „Wir sind der Familie Schürmann sehr dankbar, dass sie für unsere Tiere da waren und die Pferde gerettet haben“, sagte sie. Ohne die trächtige Stute wäre es wohl zu einer Katastrophe gekommen, ihr Fohlen brachte sie jedoch noch nicht zur Welt.

Nach Mitteilung der Polizei entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von mehreren 10 000 Euro. Der Eigentümer zog sich bei eigenen Löschversuchen eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Die Kriminalpolizei hat die die Ermittlungen aufgenommen. Sie geht mittlerweile von Brandstiftung aus.

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02131 / 3000 zu melden.

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