Nach dem gelungenen Experiment in diesem Jahr geht es mit dem Food-Markt weiter. 2017 sollen die Händler aber Standgebühren zahlen.

Beim Feierabendmarkt kommen die Menschen zum Essen und Quatschen zusammen.
Beim Feierabendmarkt kommen die Menschen zum Essen und Quatschen zusammen.

Beim Feierabendmarkt kommen die Menschen zum Essen und Quatschen zusammen.

Dieter Staniek

Beim Feierabendmarkt kommen die Menschen zum Essen und Quatschen zusammen.

Grevenbroich. Seit diesem Jahr hat Grevenbroich ein eigenes Sommermärchen, und das ist das Ergebnis einer simplen Rechnung: Zehn von elf Mal hat der Feierabendmarkt auf dem Rathausplatz bereits stattgefunden; neun von zehn Mal schien dabei die Sonne, zehn von zehn Mal waren alle Beteiligten zufrieden – Gastronomen, Händler, Organisatoren, Gäste. „Unterm Strich macht das ein Experiment, das voll und ganz geglückt ist“, sagt Robert Jordan. Alle Rückmeldungen seien positiv. „Deshalb“, verspricht der Stadtmarketing-Chef, „wird es von Mai bis September 2017 wieder alle zwei Wochen einen Feierabendmarkt geben – mit einer entscheidenden Änderung: Im kommenden Jahr gibt es Standgebühren.“

Das bedeutet: Die für die Stadt anfallenden Kosten, die in diesem Jahr noch aus dem Verwaltungsetat bezahlt wurden, werden dann an die Anbieter, die mit ihren Food-Trucks auf dem Markt stehen, weitergegeben. „Das ist aber auch in Ordnung, weil alle, die beim Feierabendmarkt dabei sind, gute Umsätze machen“, sagt Robert Jordan. „Ob wir es 2017 bei allen bisherigen Anbietern – so sie sich wieder bewerben – belassen, oder ob wir möglicherweise alle oder einzelne austauschen, um den Gästen einen anderen Mix zu bieten, werden wir sehen. Ein bisschen Abwechslung kann ja auch spannend sein.“

Die Leute haben über den Markt gesprochen und sich verabredet

Sicher ist: Das Konzept „Genießen und verweilen“ ist aufgegangen. „Wir wussten am Anfang nicht, ob der 14-Tage-Rhythmus tatsächlich trägt“, sagt der Stadtmarketing-Chef. „Aber nach dem dritten Mal haben sich die Leute bereits für den nächsten Markt verabredet, darüber gesprochen und andere neugierig gemacht. Wir haben es geschafft, die Grevenbroicher Innenstadt zu beleben – wenn auch nur alle zwei Wochen für ein paar Stunden.“ Der Handel und vor allem die Gastronomie rund um den Marktplatz, sagt Jordan, hätte auf jeden Fall profitiert.

Gerade der Marktplatz liegt auch Bürgermeister Klaus Krützen am Herzen. „Der Erfolg des Feierabendmarkts, bei dem Verwaltung und Politik, allen voran ,Mein Grevenbroich’-Ratsfrau Ulrike Oberbach, Hand in Hand zusammengearbeitet haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt er. „Das Potenzial, den Marktplatz zu beleben, ist da, und das werde ich auch als Auftrag mitnehmen und weiterverfolgen.“

Die Idee zum Feierabendmarkt kam ursprünglich von der Ratsfraktion der „Aktiven Bürger Grevenbroich“ (ABG). Das, sagt ABG-Fraktionschef Rolf Göckmann, sei aber eigentlich auch egal, denn eine Idee, und sei sie auch noch so gut, bringe gar nichts, wenn sie nicht gut umgesetzt und angenommen wird. „Die Entscheidung, auf dem Marktplatz zu bleiben und den Markt nicht auf die Fußgängerzone auszuweiten, war goldrichtig. Wir haben damit einen echten Treffpunkt für Grevenbroich geschaffen – mit einer Atmosphäre fast wie am Schützenfestmontag.“

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