Sieben hauptsächlich große Geschäftsräume stehen neben dem Obergeschoss leer. Man sei zwar in Gesprächen mit Geschäftsleuten, aber eine schnelle Lösung sei nicht in Sicht.

Die Betreiber der Coens-Galerie rechnen nicht mit einer kurzfristigen Behebung der vielen Leerstände.
Die Betreiber der Coens-Galerie rechnen nicht mit einer kurzfristigen Behebung der vielen Leerstände.

Die Betreiber der Coens-Galerie rechnen nicht mit einer kurzfristigen Behebung der vielen Leerstände.

Berns

Die Betreiber der Coens-Galerie rechnen nicht mit einer kurzfristigen Behebung der vielen Leerstände.

Grevenbroich. Das neue Jahr bringt keine neuen Geschäftsleute nach Grevenbroich – im Gegenteil, so will es zumindest anmuten. Ein weiteres Textilgeschäft hatte zum Jahreswechsel in der Fußgängerzone schließen müssen. Und auch aus der Coens-Galerie gibt es keine Meldungen, dass sich dort kurz-oder gar mittelfristig die zunehmenden Geschäftsleerstände beheben lassen. „Wir suchen langfristige Lösungen, die für die Händler auch Sinn machen“, sagt Peter Lausmann, Sprecher des JLL-Immobilienkonzerns, der seit Januar vergangene Jahres die Coens-Galerie mitbetreut.

„Die Coens-Galerie ist eine Herausforderung. Wir sehen uns in der Entwicklungspflicht.“

Peter Lausmann, Sprecher des JLL-Immobilienkonzerns

Erst seit dem vergangenen Herbst sei damit auch der neue Zentralmanager Peter Behnsen für das Objekt in Grevenbroich zuständig. „Wir führen Gespräche mit Interessenten, aber es wird keine schnellen Lösungen geben“, verdeutlicht Lausmann für die Coens-Galerie auch das Obergeschoss betreffend. Denn neben den mittlerweile sieben, hauptsächlich großen leerstehenden Geschäftsräumen in der ersten Etage, steht das zweite Geschoss bis auf eine interne Verwaltungsnutzung komplett leer. Dem JLL-Sprecher ist auch nicht bekannt, dass sich Dienstleister, die aus dem medizinischen oder sportliche Bereich als Mieter gewonnen werden sollten, bislang für diese Räumlichkeit interssiert hätten. Der JLL-Konzern „sitzt“ allerdings mit seiner Zentrale in Frankfurt weit weg von Grevenbroich. Und der Sprecher gibt zu, das sich die JLL-Gruppe wegen der Vielzahl ihrer Objekte in Großstädten zum Beispiel bei der Analyse der Kundenfrequenzen und der Kaufkraft eher an dem dortigen Markt orientiere. Selbst in den Großstädten sei aber eine große Dynamik zu beobachten. Lausmann nennt als Beispiel die Tengelmann/Kaiser’s-Geschäfte: „Bis vor Kurzem noch feste Ankermieter für JLL-Einkaufspassagen und plötzlich gibt es sie nicht mehr.“ Lausmann gibt allerdings auch zu verstehen, dass der JLL-Konzern als eine Art von „Feuerwehr“ in der Vermarktung und Wiederbelebung von „Objekten“ wie der Coens-Galerie tätig ist. Er umschreibt dies so: „Die Coens-Galerie ist für uns eine Herausforderung, wo wir uns in der Entwicklungspflicht sehen.“

Der JLL-Sprecher verdeutlicht aber auch, dass der Konzern mit dem Kauf der Vorbesitzer-Firma Acrest keine Objekte übernommen habe, die als chancenlos zu betrachten sein: „Wir sind der Auffassung, dass sich auch in Grevenbroich etwas machen lässt. Aber es braucht Zeit“, meint Lausmann.

Auf der anderen Seite hat Tim Grevelhörster, Manager des ebenfalls unter Leerständen leidenden Montanushofes, betont, zwei solcher größerer Einkaufspassagen und die zusätzlichen Geschäftsräume in der Fußgängerzone seien für Grevenbroich einfach zu viel. Leerstände und Neueröffnung verlagerten sich lediglich, veränderten aber in der Summe nicht die Negativbilanz und das strukturelle Problem, das Grevenbroich lösen müsse: Zu viele Flächen für zu wenig Kaufkraft und zu wenig Händlerinteresse.

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