Grevenbroich. Seit der kommunalen Neugliederung sind mittlerweile 41 Jahre vergangen – doch die Stadt Grevenbroich dokumentiert nach außen hin immer noch kein richtiges „Wir-Gefühl“.

Das beklagt die UWG-Fraktion und macht das unter anderem an den Ortseingangsschildern fest. „Die sind von Dorf zu Dorf unterschiedlich – und das sollte nicht sein“, sagt Ratsherr Hubert Rütten. Sein Appell an die Stadtverwaltung: Es müsse schrittweise zu einem einheitlichen Bild an den Ortseingängen kommen.

Tatsächlich gibt es Unterschiede. Zum Beispiel in Gustorf. Auf der Ortseingangstafel ist oben groß und fett der Name des Stadtteils zu lesen. In der zweiten Reihe steht in einer etwas mageren Schrift „Stadt Grevenbroich“. Anders im benachbarten Laach: Dort steht „Stadt Grevenbroich“ in der ersten Zeile des Schildes, darunter ist in einer etwas kleineren Schrift der Ortsname zu finden.

Also genau umgekehrt. Warum das so ist, kann im Rathaus auf Anhieb niemand sagen. Stadtsprecherin Ines Hammelstein kann nur spekulieren: Möglicherweise hätten Bürger oder Vereine des einen oder anderen Stadtteils einmal im Rathaus beantragt, dass der Name ihres Ortes ganz oben auf der Tafel stehen sollte – und dem sei vielleicht Folge geleistet worden.Beweisen ließe sich das nicht. Die UWG meint nun, dass es zu einer einheitlichen Regelung in Grevenbroich kommen sollte.

Heißt: „Der Name der Stadt in der ersten, der des Ortes in der zweiten Reihe“, sagt Hubert Rütten.

Andersherum wäre seiner Meinung nach falsch. „Damit wird das Kirchturmdenken in den Stadtteilen gefördert und nicht in Richtung Gemeinsamkeit gelenkt.“ In einem Antrag für die nächste Ratssitzung fordert die UWG, die Schilder an den Ortseingängen zu vereinheitlichen. „Das könnte im Rahmen von erforderlichen Neuaufstellungen geschehen“, sagt Rütten. wilp

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