Am Freitag feiert das Stück „Harry und Sally“ Premiere.

Theater am schlachthof
Eine der berühmtesten Filmszenen: Sally (Jana Reiß) spielt Harry (Johann Wild) im Restaurant einen Orgasmus vor.

Eine der berühmtesten Filmszenen: Sally (Jana Reiß) spielt Harry (Johann Wild) im Restaurant einen Orgasmus vor.

TaS

Eine der berühmtesten Filmszenen: Sally (Jana Reiß) spielt Harry (Johann Wild) im Restaurant einen Orgasmus vor.

Neuss. Der Filmklassiker „Harry und Sally“ wird am Freitag, 22. Januar, im Theater am Schlachthof Premiere feiern. Dass ein Film in ein Bühnenstück umgeschrieben wird, sei eher ungewöhnlich, erklärt Raik Knorscheidt. Er ist zum ersten Mal als Regisseur am TaS und wusste zunächst nicht, wie er den Stoff umsetzten sollte. „Ich hab mich gefragt, was ich damit machen will. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, das Stück zweimal am Tag zu lesen. Und plötzlich sieht man den bekannten Stoff aus einem anderen Blickwinkel“, sagt er.

Knorscheidt will zwar eine Liebeskomödie auf die Bühne bringen, aber ein Drama sei die Geschichte trotzdem. „Es ist ein lächerliches Drama“, sagt er. Harry, ein New Yorker Macho, trifft auf Sally, das Mädchen vom Land. Seit der ersten Begegnung ist sie von ihm und seiner Einstellung Frauen gegenüber genervt. Sie treffen sich verteilt über zwölf Jahre immer wieder und der Zuschauer kann sehen, wie sie erwachsen werden. „Die Geschichte ist für mich ein Weltstoff, weil grundlegende Themen, wie Beziehungen und die Andersartigkeit von Männern und Frauen behandelt werden“, sagt Knorscheidt.

Im Kontrast werden glückliche Paare gezeigt

Auf der Bühne wie im Film erscheinen die Treffen der beiden wie Spotlights. Die Zeitsprünge werden mit dem Bühnenbild und den Kostümen geschickt aufgefangen. Während die Beziehung der beiden nicht funktioniert, werden immer wieder andere Paare Harry und Sally gegenüber gestellt. „Es ist einfach erfrischend zu sehen, wie eine glückliche Beziehung aussehen kann“, sagt Raik Knorscheidt.

Auch die berühmte Filmszene, in der Sally im Restaurant einen Orgasmus vortäuscht, weil Harry behauptet, er könne ihn von einem echten unterscheiden, fehlt in der Aufführung im Theater am Schlachthof nicht. „Darauf warten doch alle“, sagt Knorscheidt.

Die Premiere beginnt am Freitag um 20 Uhr im Theater am Schlachthof an der Blücherstraße 31-33. Es gibt noch Restkarten.

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