Paris/Kaarst. Der Ehemann der in Südfrankreich vermisst gemeldeten 60 Jahre alten Kaarsterin ist am Sonntag festgenommen worden. Der 66-jährige Mann hatte in Frankreich angegeben, seine Frau sei bei einer Rast nicht zum Auto zurückgekehrt. Bei der Suche nach ihr sei er von einem Mann angegriffen worden. Die Geschichte sei möglicherweise erfunden, teilte die Staatsanwaltschaft von Nîmes gestern mit. Der 66-Jährige liegt derzeit mit Verletzungen an Brust, Armen und Beinen im Krankenhaus in Arles. Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hat.

Mittlerweile ermittelt auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft: Der Kaarster hatte in einer späteren Version offenbar behauptet, seine Frau habe Selbstmord begangen. "Der Mann gab an, dass seine Frau in der gemeinsamen Wohnung einen Abschiedsbrief hinterlassen und sich in den Rhein gestürzt habe", erklärte gestern Staatsanwalt Christoph Kumpa. Angeblich wollte er mit dem Selbstmord seine Familie nicht behelligen, daher habe er sich die Geschichte mit dem Überfall ausgedacht. Von der Kaarsterin fehlt bisher jede Spur, so Kumpa. Ein Abschiedsbrief wurde von der Polizei in der Kaarster Wohnung nicht gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

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