Mehr als 1000 Teilnehmer werden zu den 7. Kinder- und Jugendkulturwochen erwartet.

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„Wir machen Musik“: Die Verantwortlichen der 7. Kinder- und Jugendkulturwochen haben am Donnerstag das halbjährige Programm vorgestellt.

„Wir machen Musik“: Die Verantwortlichen der 7. Kinder- und Jugendkulturwochen haben am Donnerstag das halbjährige Programm vorgestellt.

Uli Engers

„Wir machen Musik“: Die Verantwortlichen der 7. Kinder- und Jugendkulturwochen haben am Donnerstag das halbjährige Programm vorgestellt.

Dormagen. In Dormagen startet in den kommenden Tagen die größte Musikaktion, die jemals für die Kinder und Jugendlichen der Stadt auf die Beine gestellt wurde. Die Organisatoren der 7.Dormagener Kinder- und Jugendkulturwochen haben ein Programm geplant, bei dem mehr als 1000 Teilnehmer in 70 Kursen und Projekten Musik erleben und dort auch selbst musizieren können.

"Unser Jahresmotto heißt bewusst ‚Wir machen Musik’, denn wir möchten Jugendliche und Kinder von passiven zu aktiven Musikgenießern machen", erklärt Stadtjugendpfleger Jürgen Schmitz. Zusammen mit der Musikschule gehört das Jugendamt zu den Hauptveranstaltern der Kulturwochen, deren Themen bisher immer aus der bildenden Kunst entlehnt wurden. Ebenfalls neu: Bisher erstreckten sich die Kulturwochen über maximal vier Wochen; zum ersten Mal werden sie nun über ein halbes Jahr stattfinden.

Die Nachfrage bestätigt diese Entscheidung. Nicht nur die festen Kurse sind schon nahezu ausgebucht, auch "wurde aus den sozialen Einrichtungen Interesse an weiterführender Zusammenarbeit mit den Beteiligten angemeldet", freut sich Schmitz.

Beteiligt sind zahlreiche Dormagener Chöre, Musiker und heimische Musikgruppen, die die 70 Veranstaltungen zusammen mit Stadt und Musikschule anbieten. 48 dieser Kurse werden in Kooperationen mit Schulklassen oder anderen Gruppen stattfinden, die restlichen sind offene Angebote, an denen Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren kostenlos teilnehmen können.

Dazu gehört beispielsweise das Musical "Leben im All", das ab Montag für die Aufführungen im März einstudiert wird, das Proben von Sambatänzen, die beim Karnevalsumzug am 21. Februar präsentiert werden, das Singen mit dem Gospelchor Delrath oder auch ein Workshop mit dem Chor "Rejoice".

Einige der Veranstaltungen gehen über Stunden, andere über Wochen. Viel Erfahrung der Organisatoren, aber auch neue Ideen stecken darin, betont Bärbel Hölzing, Leiterin der Musikschule. So werden Komponisten einigen Schülern nicht nur ihre Stücke vom Dormagener Jugendsinfonieorchester vorspielen lassen, sondern auch im persönlichen Gespräch erklären, wie eine Komposition entsteht.

Ein ungewöhnliches Projekt hat sich auch der Männerchor Bayer Dormagen überlegt: "Wir möchten, dass Großväter, Väter und Enkelkinder gemeinsam auf die Bühne kommen, um zu singen", erklärt Chormitglied Helmut Reichert. Von 11 bis 13 Uhr soll dafür am 10. Mai im Bettina-von-Arnim-Gymnasium geübt werden. Von den rund 15 000 Euro Gesamtkosten trägt die Stadt etwa die Hälfte, der Förderverein der Musikschule spendiert 3000 Euro und die Stiftung Kultur der Rheinenergie beteiligt sich mit 5000 Euro.

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