Entwurf: Dem Sportausschuss wurden die Pläne für die Erweiterung des Sportinternats vorgestellt.

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Für die Plätze im Sportinternat Knechtsteden gibt es eine lange Warteliste.

Für die Plätze im Sportinternat Knechtsteden gibt es eine lange Warteliste.

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Für die Plätze im Sportinternat Knechtsteden gibt es eine lange Warteliste.

Dormagen. Der Ausbau des Sportinternats Knechtsteden wird immer konkreter. Am Dienstagabend wurden die Entwürfe für den rund 1,2 Millionen Euro teuren Bau dem Sportausschuss vorgestellt. Die Ausschussmitglieder sahen erst den alten Entwurf - einen Würfel in Containerbauweise mit Außentreppen und Glasfassaden -, dann die überarbeitete Version.

"In der städtebaulichen Beurteilung wurde der erste Entwurf nicht für gut befunden", erklärte Susanne LoCicero-Marenberg, Mitarbeiterin der Stadt. Damit bestätigte sie die zweifelnden Blicke der Mitglieder des Sportausschusses, als Entwurf Nummer eins für den geplanten Neubau präsentiert wurde.

Der Ausschuss hatte auf Antrag der CDU darum gebeten, über die Erweiterungspläne informiert zu werden. "Wir halten es wegen der Bedeutung des Sportinternats für die Stadt für sinnvoll und zweckmäßig, die Mitglieder des Sportausschusses und die Öffentlichkeit über die Erweiterungspläne zu informieren", so die Begründung.

Der zweite Entwurf fand weitaus mehr Zustimmung. Er sieht zwei Apartmentflügel vor, die winkelförmig angeordnet sind. Im Untergeschoss sind zwei behindertengerechte Wohngelegenheiten vorgesehen. Insgesamt soll der Erweiterungsbau 18 neue Wohneinheiten für junge Sportler bieten. "Dieses Gebäude würde in Massivbauweise gebaut", erläuterte LoCicero-Marenberg.

Die zunächst vorgesehenen Gemeinschaftsräume entfallen bei diesem Entwurf. Michael Baumeister, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft beim Rhein-Kreis Neuss, begründet das mit bereits bestehenden Gemeinschaftsräumen im derzeitigen Gebäude. "Der Gruppenzusammenhalt soll ja gestärkt werden, und da wären zwei Gemeinschaftsräume wenig sinnvoll."

Dann ging es im Ausschuss noch um die Finanzierung. Zwar wird die 1,2 Millionen Euro teure Baumaßnahme vom Kreis durchgeführt, der auf eine 70-prozentige Förderung durch das Land setzt. Am Restbetrag, etwa 370000 Euro, soll sich nach dem Wunsch einiger Kreisfraktionen auch die Stadt Dormagen beteiligen.

Dem erteilte Kämmerer Ulrich Cyprian eine klare Absage. Seines Wissens gebe es keine rechtliche Verpflichtung, nach der Dormagen sich beteiligen müsse. In Anbetracht der angespannten Finanzlage der Stadt seien freiwillige Leistungen nicht vertretbar, so Cyprian. "Im Doppelhaushalt 2010/11 sind dafür keine Gelder eingestellt", betont der Kämmerer.

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