Antrag: Die Technischen Betriebe sollen eine Abschaltung prüfen, zuständig wäre aber das Land.

Noch leuchten die Ampeln an der Europastraße.
Noch leuchten die Ampeln an der Europastraße.

Noch leuchten die Ampeln an der Europastraße.

Archiv

Noch leuchten die Ampeln an der Europastraße.

Dormagen. Gehen an der Europastraße künftig nachts die Ampeln aus? Zumindest nach dem Willen der SPD-Fraktion könnte das bald der Fall sein. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Verwaltungsrates (Donnerstag, 25.Februar) bittet die Partei, die Technischen Betriebe darum, eine Abschaltung der Ampelanlagen während der Nachtstunden bei den zuständigen Stellen zu prüfen.

Betroffen wären die Ampeln an der Europastraße auf Höhe der Einmündungen Frankenstraße und Kölner Straße. "Uns ist einfach aufgefallen, dass dort nachts nur sehr wenige Autos unterwegs sind", begründet Bernhard Schmitt, Fraktionsvorsitzender der SPD, den Antrag. "Früher herrschte durch die Zuckerfabrik noch mehr Betrieb, aber der fällt heute ja auch weg", fügt der Fraktionsvorsitzende hinzu.

Kosten für Energie und Wartung sollen sinken

Warum also zusätzliche Energie- und Wartungskosten in Kauf nehmen? Schmitt und seine Parteikollegen hoffen, mit dieser verhältnismäßig einfach umzusetzenden Maßnahme bares Geld sparen zu können. Welche Größenordnung dieser Betrag haben könnte, das sollen die Technischen Betriebe Dormagen ermitteln.

Ganz so einfach scheinen die Dinge allerdings nicht zu sein. So betont Swen Möser, Sprecher der Stadt Dormagen, auf WZ-Anfrage, dass die Stadt für diese Ampeln nicht zuständig sei. "Für die Europastraße und die dortigen Ampeln ist das Land Nordrhein-Westfalen verantwortlich", erklärt Möser.

Er geht davon aus, dass diese Anlagen auch in Zukunft in den Nachtstunden in Funktion bleiben. Das gleiche gelte auch für die stadteigenen Ampeln. "Da ist uns die Gefahr einfach zu groß, für ein paar Euro Ersparnis, Fußgänger oder auch Autofahrer zu gefährden", begründet Möser diese Haltung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer