Wirtschaft: HR-Commitment, Sponsor des Bundesligisten DHC Rheinland, muss sich einem Insolvenz-Prüfverfahren stellen.

Dormagen. Für das Dormagener Unternehmen HR-Commitment ist vom Amtsgericht Düsseldorf ein Insolvenz-Prüfverfahren angeordnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Winfried Andres eingesetzt.

HR-Commitment Geschäftsführer Heiko Michael Schulte ist überzeugt, dass er dieses Prozedere mit seinem Unternehmen, das zehn Mitarbeiter beschäftigt und seinen Sitz an der Bahnstraße hat, schadlos überstehen wird. "Wir sind nach wie vor im Geschäft, und das wird auch so bleiben." Ausschlaggebend für das Prüfverfahren seien Außenstände von Kunden. Zudem sei das Herzstück des Software-Unternehmens, ein Internet-Jobportal, erst im Juli statt wie ursprünglich vorgesehen sechs Monate zuvor online gegangen.

Der Insolvenzverwalter wird nun innerhalb der kommenden vier bis sechs Wochen ein Gutachten erstellen, in dem die Wertigkeit des Unternehmens festgelegt wird. Dann wird er eine Empfehlung aussprechen, ob die Software-Firma - eventuell mit reduziertem Personal - eine Zukunft hat oder ein Insolvenzverfahren eröffnet werden muss. "Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken, wir bekommen das wieder in Griff. Ich sehe der Prüfung sehr optimistisch entgegen", sagt Schulte.

Unschön ist das eingeleitete Insolvenz-Prüfverfahren auch für den neu gegründeten Handball-Bundesligisten DHC Rheinland, denn HR-Commitment ist einer der Hauptsponsoren. Das Unternehmen hat seinen Namenszug auf den Trikots der Spieler und ist seit Januar auch Namensgeber der Sporthalle am Dormagener Höhenberg.

Heinz Lieven, Geschäftsführer des DHC, bedauert die Entwicklung bei HR-Commitment außerordentlich, ist jedoch ebenfalls überzeugt, dass das Unternehmen wieder auf die Beine kommt. "Zum Glück haben wir mit Choya gerade erst einen weiteren potenten Sponsor an Land ziehen können", sagt Lieven, der zudem mit weiteren Interessenten verhandelt, um die nun entstandene Deckungslücke wieder schließen zu können. "Zumindest bei zweien sieht es sehr gut aus. Für den Notfall haben unsere Gesellschafter ja eine Bürgschaft hinterlegt", sagt Lieven.

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