Bei Temperaturen um sieben Grad Celsius verlängert sich der Bremsweg bei Sommerreifen deutlich. Wechsel wird jetzt empfohlen.

Der spezielle Fahrbahnbelag auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich simuliert eine Schneedecke. Dazu wird die Kunststoffdecke mit Wasser besprüht. Im Praxistest bleibt das Auto mit Winterreifen nach 32 Metern vor der Wasserwand stehen. Das Auto mit den Sommerreifen benötigt einen doppelt so langen Bremsweg.
Der spezielle Fahrbahnbelag auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich simuliert eine Schneedecke. Dazu wird die Kunststoffdecke mit Wasser besprüht. Im Praxistest bleibt das Auto mit Winterreifen nach 32 Metern vor der Wasserwand stehen. Das Auto mit den Sommerreifen benötigt einen doppelt so langen Bremsweg.

Der spezielle Fahrbahnbelag auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich simuliert eine Schneedecke. Dazu wird die Kunststoffdecke mit Wasser besprüht. Im Praxistest bleibt das Auto mit Winterreifen nach 32 Metern vor der Wasserwand stehen. Das Auto mit den Sommerreifen benötigt einen doppelt so langen Bremsweg.

Lanxess

Der spezielle Fahrbahnbelag auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich simuliert eine Schneedecke. Dazu wird die Kunststoffdecke mit Wasser besprüht. Im Praxistest bleibt das Auto mit Winterreifen nach 32 Metern vor der Wasserwand stehen. Das Auto mit den Sommerreifen benötigt einen doppelt so langen Bremsweg.

Dormagen. Der erste Frost ist da. Das Auto sollte jetzt auf die sinkenden Temperaturen vorbereitet werden. "Als Faustregel gilt von O bis O, von Oktober bis Ostern, die Sommer- gegen Winterreifen zu wechseln", sagt Frank Grodzki, Pressesprecher von Lanxess.

Der Spezialchemie-Konzern ist weltweit einer der führenden Synthesekautschukproduzenten und gilt als Technologieführer der Branche. Im Chempark Dormagen werden Kautschuk-Flocken hergestellt, die zu Ballen gepresst an nahezu alle internationalen Reifenhersteller geliefert werden.

Weil Winter- und Sommerreifen verschiedene Anforderungen erfüllen müssen, unterscheiden sie sich in Konstruktion und Zusammensetzung. "Der Sommerreifen, der hohen Außentemperaturen standhalten muss, verhärtet bei niedrigen Temperaturen", erläutert Christoph Kalla, Kautschuk-Experte bei Lanxess. Die Folge ist, wie ein Praxistest auf der Fahrbahn des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Grevenbroich zeigt, ein fast doppelt so langer Bremsweg.

Während das Auto mit Winterreifen bei 50 Stundenkilometern nach 32 Metern steht, rutscht das Fahrzeug mit den Sommerreifen 30 Meter weiter. Aber auch auf regennasser Fahrbahn und bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius verlängert sich im Vergleich der Bremsweg um 16 Meter.

Ohne Winterreifen droht Autofahrern ein Bußgeld

"Damit die Lauffläche der Reifen auch bei Schnee noch genügend geschmeidig und griffig bleibt, ist die Gummimischung von Winterreifen weicher als die von Sommerreifen", erklärt Kalla. Daher unterscheiden sich beide Arten in der Zusammensetzung. So verfügen Winterreifen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei kaltem Wetter besser auf der Fahrbahn "greifen". Sommerreifen hingegen weisen aufgrund ihrer Gummimischung einen geringen Rollwiderstand sowie Abrieb auf und gewährleisten hohe Geschwindigkeiten.

Autofahrer sollten sich aber nicht nur wegen der besseren Eigenschaften im Winter adäquate Reifen zulegen. Die Straßenverkehrsordnung schreibt zwar keine allgemeine Winterreifenpflicht vor. Es müssen aber Reifen verwendet werden, die den Wetterverhältnissen angemessen sind, sonst droht ein Bußgeld.

Behindert ein Fahrzeug bei einer Schneeschicht den Verkehr aufgrund von Sommerreifen, wird der Fahrer mit 40 Euro zur Kasse gebeten und erhält einen Punkt in Flensburg. "Kommt es gar zu einem Unfall, kann es sein, dass der Fahrer auf den Kosten sitzenbleibt, weil Versicherungen sich weigern für Schäden aufzukommen, die durch eine nicht wintertaugliche Bereifung zustande kamen", weiß Pressesprecher Grodzki.

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