Das Halbjahresprogramm des Kreismuseums Zons ist nun erschienen.

Die Löwen und der Brunnen sind aus Leinentüchern gefalten. Die „Etikettenkrawatte“ ist eines der 174 Exponaten, die ab Ende April im Museum zu sehen ist.
Die Löwen und der Brunnen sind aus Leinentüchern gefalten. Die „Etikettenkrawatte“ ist eines der 174 Exponaten, die ab Ende April im Museum zu sehen ist.

Die Löwen und der Brunnen sind aus Leinentüchern gefalten. Die „Etikettenkrawatte“ ist eines der 174 Exponaten, die ab Ende April im Museum zu sehen ist.

Die Löwen und der Brunnen sind aus Leinentüchern gefalten. Die „Etikettenkrawatte“ ist eines der 174 Exponaten, die ab Ende April im Museum zu sehen ist.

Dormagen. Das Kreismuseum in Zons hat mit der Ausstellung "VielFalten" einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hingelegt. "Besonders die Servietten- und Papierfaltkurse waren in kürzester Zeit ausgebucht, so dass wir im März neue anbieten", sagt Museumsleiterin Angelika Riemann. Die von Joan Sallas 75 gefalteten Skulpturen aus Leinen sind noch bis zum 13. April an der Schloßstraße zu sehen. Der Katalane bietet auch Kurse unter dem Titel "Flieger, grüß’ mir die Sonne" speziell für Kinder an. Dann werden nicht nur erstaunliche Flugobjekte, sondern auch andere Kuriositäten gefaltet. "Zum internationalen Frauentag am 18.März wird es mit den Gleichstellungsbeaufragten der Stadt und des Kreises Aktionen zum Falten geben. Überraschende Ergebnisse sind zu erwarten. Natürlich dürfen auch die Männer mitmachen", verspricht Riemann.

Der Kulturstrick, die Verhüllung und das Berlin der 20er Jahre

Nach der Kunst des Serviettenbrechens dreht sich ab dem 24.April im Kreismuseum alles rund um die Krawatte. "Der Kulturstrick. Zeitgenössische Krawatten treffen Vatermörder" heißt die Ausstellung, die einen historischen Überblick über den Wandel der modischen Gestalt und ihren Kampf gegen Rollkragenpullover und T-Shirts geben wird. Zu sehen sind 174 Unikate des Internationalen Krawattenwettbewerbs 2008, die zuvor in Deggendorf gezeigt wurden: Sie reichen von klassischen Seidenkrawatten im modernen Design bis zu Exemplaren aus Stein, Glas oder Erdnüssen sowie witzigen Alternativen für Krawattenverweigerer. Ergänzt wird die Ausstellung um Fotografien, die die Krawatte im Alltagsleben zeigt. "Sie ist ja das modische Accessoire des Mannes und der einzige Akzent, den er setzen kann, um seine Persönlichkeit zu unterstreichen. Mit der Ausstellung wollen wir auch Mut machen, dass ein Mann mal wieder selbst eine Krawatte kauft", erläutert Riemann. Ergänzt wird die Schau um Leihgaben aus dem Haus der Seidenkultur, Krefeld.

Neben den Ausstellungen wird im Kreismuseum wieder ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen zu verschiedenen kultur- und und kunsthistorischen Themen sowie Exkursion, Aktionen, Kursen und Konzerten geboten.

So informiert Veronika Moos-Brochhagen in dem Vortrag "Transparenz der Verhüllung" am 19. März über die Geheimnisse der Hungertücher. Sie dienten ursprünglich während der Passionszeit dazu, auch visuell zu fasten, wurden aber mit der Zeit immer prunkvoller gestaltet. Tausend Jahre Glasmalerei fasst Arnold Wolff, Dombaumeister A.D., an einem Abend, 7. Mai, zusammen. Am 4.Juni geht es um die Krawatte. Karin Thönnissen informiert über Muster, Materialien und Krawattenknoten.

Das Halbjahresprogramm sieht zwei Konzerte vor: Am 6.März spielt das Quintette K., ein Bläserquintett aus Frankreich. Die Chansonsängerin Evelin Förster lädt mit dem Pianisten Matthias Binner am 28. März zu einer literarisch-musikalischen Reise ins Berlin der 20er Jahre ein.

Feste Größen im Veranstaltungskalender des Zonser Museums sind in diesem Jahr auch wieder das Treffen der Jugendstilfliesensammler am 28. März, der Ostereiermarkt vom 11. bis 13.April, der Internationale Museumstag am 17. Mai sowie das Internationale Drehorgelfestival am 31. Mai und 1. Juni.

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