Peter-Olaf Hoffmann leitet seine erste Sitzung als Bürgermeister.

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Erik Lierenfeld (SPD, links) und Hans Sturm (CDU) wurden als stellvertretende Bürgermeister vereidigt.

Erik Lierenfeld (SPD, links) und Hans Sturm (CDU) wurden als stellvertretende Bürgermeister vereidigt.

Franziska Graefe

Erik Lierenfeld (SPD, links) und Hans Sturm (CDU) wurden als stellvertretende Bürgermeister vereidigt.

Dormagen. Sein Amt hat Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann (CDU) bereits am 21. Oktober angetreten, am Donnerstagabend leitete er zum ersten Mal eine Sitzung des Stadtrates. Und das tat er freundlich, souverän, und sehr bestimmt. Zuvor hatte ihn Margret Steiner (CDU), die in dieser Legislaturperiode Alterspräsidentin des Rates ist, als neues Stadtoberhaupt vereidigt.

Wie immer in der konstituierenden Sitzung des Stadtparlamentes lag ein Hauch von Feierlichkeit und Neubeginn in der Kulturhalle. Pastor Peter Stelten und sein evangelischer Kollege Pfarrer Frank Picht riefen in einer kurzen Andacht die Stadtverordneten dazu auf, "mit ihren Gaben segensreich für die Stadt zu wirken" und sich insbesondere auch "ein Ohr für die Stimme Gottes" zu bewahren: "In Verantwortung steckt das Wort antworten, und antworten kann nur, wer vorher gehört hat", schloss Stelten mit Blick auf die Aufgaben, die vor den Ratsmitgliedern liegen.

Hans Sturm mit 26 Stimmen zum ersten Stellvertreter gewählt

Die Bestuhlung der Kulle reichte nicht aus für die vielen Besucher, die sich offenbar die Vereidigung der Ratsmitglieder und die Wahl zweier stellvertretender Bürgermeister nicht entgehen lassen wollten. Das Ergebnis der geheimen Wahl überraschte indes nicht. Die CDU schickte zum dritten Mal Hans Sturm (66) ins Rennen, die Sozialdemokraten hatten sich nach längerer Diskussion auf Rats-Neuling Erik Lierenfeld (23) geeinigt. Die Fraktion von Pro-NRW stellte Daniel Schöppe auf. Mit 26 von 41 gültigen abgegebenen Stimmen sicherte sich Hans Sturm den Posten des ersten Stellvertreters, Lierenfeld erhielt 13 Kreuzchen und ist damit der mit Abstand jüngste Vizebürgermeister in der Geschichte der Stadt Dormagen. Die restlichen zwei Stimmen entfielen auf Schöppe.

Politik gab es am Donnerstag nur wenig. Ihren Antrag auf die Ausschreibung einer neuen Beigeordnetenstelle, der kontroverse Diskussionen erwarten ließ, nahm die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen überraschend von der Tagesordnung. CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer begründete dies so: "Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass wir die Ausschreibung einer Stelle mit einem konkret zugeschnittenen Aufgabengebiet verabschieden, und soweit sind wir noch nicht." Der Antrag soll nun in der Dezember-Sitzung des Rates behandelt werden.

Die SPD, die sich noch im Vorfeld der Sitzung ablehnend geäußert hatte und erst einmal die Kosten einer solchen Stelle ermitteln wollte, zeigte sich im Rat deutlich zurückhaltender. "Dass der Punkt heute abgesetzt wird, ist richtig. Solche Dinge gehören in die Haushaltsberatungen", erklärte Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt. Dass der neue Mann in der Verwaltung dringend benötigt wird, steht für Bürgermeister Hoffmann allerdings außer Frage: "Es brennt und drängt an allen Ecken, und wenn wir als Verwaltung nicht nur verwalten, sondern auch Dienstleister sein sollen, brauchen wir dringend Verstärkung."

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