Jeder interessierte, aber gehandicapte Mensch soll Kulturveranstaltungen besuchen können.

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Sie engagieren sich für den Kultur-Begleitdienst: Koordinatorin Ursula Magoley und Dagmar Drossart (r).

Sie engagieren sich für den Kultur-Begleitdienst: Koordinatorin Ursula Magoley und Dagmar Drossart (r).

Uli Engerrs

Sie engagieren sich für den Kultur-Begleitdienst: Koordinatorin Ursula Magoley und Dagmar Drossart (r).

Dormagen. Die ältere Dame, die gern noch einmal ins Theater gehen würde, aber sich im Dunkeln nicht traut. Oder der gehbehinderte ältere Herr, der sich gerade in den Abendstunden nicht mehr auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen will.

Auch sie sollen in Dormagen die Möglichkeit haben, am kulturellen Leben teilzunehmen. Die Freiwilligen-Agentur will dazu mit der Stadt einen ehrenamtlichen Kulturbegleitdienst ins Leben rufen.

"Es geht um Menschen, die gehandicapt sind und vielleicht sonst niemanden haben, der sie begleiten kann", sagt Initiatorin Dagmar Drossart. Jeder interessierte Mensch müsse die Chance haben, einmal eine Lesung in der Stadtbibliothek, einen Vortrag bei der Volkshochschule oder die vielfältigen Theater- und Konzertveranstaltungen in Dormagen besuchen zu können.

Die städtische Seniorenbeauftragte Bärbel Breuer hat bei ihren regelmäßigen Besuchen in Seniorenzentren und Altenstuben festgestellt, dass viele Menschen sich dort noch einmal nach kulturellen Angeboten sehnen. "Der Bedarf für einen solchen Begleitdienst ist da", so ihre Einschätzung.

Damit sich genügend ehrenamtliche Helfer als Begleiter finden, werden die Kultureinrichtungen ihnen für die jeweiligen Veranstaltungen ermäßigte Eintrittskarten zur Verfügung stellen. "In einigen Fällen werden als kleines Dankeschön für die Helfer sicher auch kostenfreie Eintrittskarten möglich sein", sagt der Leiter des Kultur- und Sportbetriebs Dormagen, Ulrich Millen.

Auch Heinz Pankalla vom Büro für bürgerschaftliches Engagement will die Initiative unterstützen. "Es wäre schön, wenn die Vergünstigungen für ehrenamtliche Begleiter auch bei nicht-städtischen Angeboten gelten würden", sagt er. Es lohne sich, für ein solches Modell bei allen Kulturveranstaltern zu werben.

Auf ehrenamtlicher Seite hat Dagmar Drossart ebenfalls schon eine erste große Hilfe für ihr Projekt gefunden: Als Koordinatorin für den Kulturbegleitdienst stellt sich Ursula Magoley aus Rheinfeld unentgeltlich zur Verfügung. Alle, die bei dieser Aufgabe mithelfen wollen, können sich telefonisch beim gesamten Team der Freiwilligen-Agentur unter 202133/ 539220 oder per E-Mail (Dormagen@Freiwilligen-Agentur.com) melden.

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