Unglück: Ein Loch in der Leitung sorgte für eine zweistündige Vollsperrung der Bundesstraße 9

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„Gasalarm“ steht auf dem Warnschild bei Ineos am Chempark. (Wiebold)

„Gasalarm“ steht auf dem Warnschild bei Ineos am Chempark. (Wiebold)

„Gasalarm“ steht auf dem Warnschild bei Ineos am Chempark. (Wiebold)

Dormagen/Worringen. Die Feuerwehr hat am Dienstag beim Chemiekonzerns Ineos am Chempark Dormagen einen Gasaustritt gestoppt. Zwei Stunden musste die Bundesstraße 9 bei Dormagen gesperrt werden. Die Sperrung war eine Vorsichtsmaßnahme, weil das Gas hochexplosiv ist.

Gegen 10 Uhr stellten die Mitarbeiter ein Leck an der Leitung fest, "vermutlich eine defekte Dichtung", sagt der Störfallbeauftragte des Unternehmens, Carsten Schuster. Bei dem Flüssiggas handelt es sich um ein leichtentzündliches Produkt, ähnlich dem Flüssiggas, das an Tankstellen erhältlich ist.

Ineos beteuert, dass keine Gefahr bestanden hat

Das Unternehmen betont, dass nach Einschätzung von Feuerwehr und Behörden keine Gefahr bestanden hätte, die eine Warnung der Nachbarschaft erforderlich gemacht hätte. "Die Auswirkungen der Undichtigkeit war lokal begrenzt, weshalb das Ereignis von den Behörden nicht als Störfall eingestuft wurde", sagt Unternehmenssprecherin Anne-Gret Iturriaga Abarzua.

Man habe die Leitung in ein dafür vorgesehenes Sammelsystem entleert. Durch das Aufbringen von Bandagen und Vereisen konnte das Leck von der Werkfeuerwehr abgedichtet werden.

Durch das Gasleck wurde niemand verletzt. Auch die Messungen in der Luft durch eigene wie auch von Messwagen der Berufsfeuerwehr waren außerhalb des Werkes durchgehend negativ.

Am 17. März 2008 war es durch einen Störfall bei Ineos zu einem Großbrand an einem Tank gekommen.

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