Zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket für den Bau. Rings um die Feuerwache sollen auf 8000 Quadratmetern Reihen- und Doppelhäuser entstehen, für die mit der Paeschke GmbH aus Langenfeld bereits ein Investor gefunden ist.

Die Feuerwache in der Altstadt mit dem Bürgerhaus links daneben.
Die Feuerwache in der Altstadt mit dem Bürgerhaus links daneben.

Die Feuerwache in der Altstadt mit dem Bürgerhaus links daneben.

Gräfe

Die Feuerwache in der Altstadt mit dem Bürgerhaus links daneben.

Dormagen. Die Zonser Feuerwehrleute ziehen um, und das wohl schon im nächsten Jahr. Mit dem einstimmigen Beschluss, rund 2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket des Bundes für einen Neubau zur Verfügung zu stellen, machte der Stadtrat jetzt den Weg für eine moderne und geräumige Feuerwache am Zonser Flügeldeich frei, die auf rund 4200 Quadratmetern Fläche auch drei Fahrzeugstellplätze und einen Bootsstellplatz bieten soll. Nun muss noch die Bezirksregierung zustimmen.

Neue Siedlung rund um die Feuerwache

Rings um die Feuerwache sollen auf 8000 Quadratmetern Reihen- und Doppelhäuser entstehen, für die mit der Paeschke GmbH aus Langenfeld bereits ein Investor gefunden ist. Beide Grundstücksbereiche werden von der Deichstraße aus erschlossen. Die Bewohner der neuen Siedlung können über die Stichstraße "Am Bergischen Hof" auch auf kürzestem Weg zum Rhein gelangen.

Einige Anlieger dieser Straße und viele Zonser Feuerwehrleute nahmen bereits am Montag das Angebot der SPD-Fraktion wahr, sich im Rahmen der offenen Fraktionssitzung über die Neubauten in der unmittelbaren Nachbarschaft zu informieren.

SPD-Fraktionsvize Nils Szukabetont: "Die Mitglieder des Löschzuges haben uns auf einige Dinge aufmerksam gemacht, die berücksichtigt werden müssen, etwa die Größe des Gerätehauses und darauf, dass die Zuwegung ausgetrichtert werden muss. Das nehmen wir mit in die weiteren Planungen."

Der Auszug der Feuerwache aus der Zonser Altstadt ist Teil einer "feuerwehr- und rettungsstrategischen Optimierung". Das mühevolle Ein-und Ausfahren der Fahrzeuge durch die gerade im Sommer von Touristen bevölkerten Gassen bedeutet, so die allgemeine Einschätzung, ein erhöhtes Unfallrisiko und kann im Einsatzfall wertvolle Zeit kosten. Zudem fehlte es in dem in die Jahre gekommenen Feuerwehrdomizil an Umkleideräumen.

Damit das Projekt im Rahmen des Konjunkturpaketes II abgewickelt werden kann, muss noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Dafür hat der Planungsausschuss mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren die Voraussetzungen geschaffen.

Gibt die Bezirksregierung grünes Licht für die Verwendung der Bundesmittel, haben nicht nur die Feuerwehrleute Grund zur Freude. Denn mit dem Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses an der Schloßstraße könnte auch das benachbarte Bürgerhaus, eine Beton-Bausünde aus den 1960er Jahren, einer an das historische Ambiente angepassten Bebauung Platz machen.

Während die CDU einen Architektenwettbewerb favorisiert, ist für die SPD seniorengerechtes Wohnen mit einem kleinen Park die erste Wahl. Konkrete Pläne für eine Ausgestaltung des Areals im Herzen von Zons gibt es indes noch nicht.

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