Beate Brebeck will an den Gesprächen beteiligt sein.

Dormagen. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung, das nach der Ratifizierung durch den Bundestag Ende März, erwartete zehn Millionen Euro nach Dormagen spülen soll, beschäftigt weiterhin die Politik.

Nachdem sich, wie berichtet, die CDU bereits positioniert hat und eine Führungsrolle bei der Auswahl der Projekte einnehmen will, die mit den Geldern des Bundes angestoßen werden sollen, hat am Dienstag die FDP mit Kritik reagiert. "Wir wehren uns entschieden dagegen, dass dieses Paket nur von CDU und SPD erstellt wird und fordern die Beteiligung aller im Rat vertretenen Fraktionen, und zwar von Beginn an", sagt Beate Brebeck, Vorsitzende der FDP in Dormagen. CDU-Chef Norbert Dahmen hatte angekündigt, "nun mit der SPD zu sprechen".

"Wir halten es für eine Selbstverständlichkeit, dass die Parteien, die aller Wahrscheinlichkeit nach auch künftig im Dormagener Stadtrat vertreten sein werden, von vornherein an den Beratungen beteiligt werden", sagt Brebeck. Ein breiter Konsens entspräche dem Sinn des Konjunkturpaketes, dass auf eine Ankurbelung der Wirtschaft vor Ort mit Projekten ausgerichtet sei.

"Die Gespräche müssen sofort beginnen, um kurzfristig ein Investitionspaket für Dormagen zu schnüren", sagt die FDP-Chefin. Dies helfe den Kindergärten, Schulen und der gesamten Infrastruktur und stärke die Auftragslage der Unternehmen in Dormagen.

DieCDUlehnteeine Diskussionsrunde ab

Die CDU hatte es abgelehnt, dem Beispiel des Grevenbroicher Bürgermeisters, Axel Prümm (CDU), zu folgen. Prümm wollte nicht nur Politiker bei der Suche nach Projekten einbeziehen. Er rief Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Verbände und Kammern an einen Tisch.

"Ein solcher Debattierclub bringt uns nicht weiter", so Dahmen. Es komme darauf an, dass die miteinander sprechen, "die auch entscheiden".

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