Currenta: Chemieregion steht einer neuen Studie zufolge sehr gut da.

wza_1024x681_596438.jpeg
Das Siegel „Made in Germany“ ist für chinesische Firmen attraktiv; Fachwissen aus dem Chempark ist dabei gefragt. In der Umwelttechnologie haben die Asiaten um Unterstützung in der Ausbildung gebeten.

Das Siegel „Made in Germany“ ist für chinesische Firmen attraktiv; Fachwissen aus dem Chempark ist dabei gefragt. In der Umwelttechnologie haben die Asiaten um Unterstützung in der Ausbildung gebeten.

Archiv

Das Siegel „Made in Germany“ ist für chinesische Firmen attraktiv; Fachwissen aus dem Chempark ist dabei gefragt. In der Umwelttechnologie haben die Asiaten um Unterstützung in der Ausbildung gebeten.

Dormagen. Die Chemieregion "Southern NRW" inklusive Dormagen zählt im europäischen Vergleich zu den beschäftigungs- und investitionsstärksten Regionen. Laut einer Studie im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums spielt die Chemieregion im Großraum Köln hinsichtlich Arbeitskräften, Infrastruktur, Pipelines und Patenten vorne mit; ist aber auch noch ausbaufähig.

Die gewichtige Abhandlung umfasst 540 Seiten und vergleicht 25 Chemieregionen in zehn europäischen Ländern. "Das Ergebnis bestätigt, dass wir beim Standortmarketing auf dem richtigen Weg sind. Und zwar sowohl in Bezug auf das moderne Modell des Chemieparks als auch in unserer Fokussierung auf das Leitthema innovative Werkstoffe", bewertet Leverkusens Chempark-Leiter Ernst Grigat die Analyse.

Ausruhen dürfe man sich auf diesen Ergebnissen aber nicht. Die Studie zeige auch Nachteile, wie etwa die hohen Energiekosten hierzulande. "Da haben wir einen klaren Wettbewerbsnachteil zu Belgien und den Niederlanden", sagte Grigat. Doch der Currenta-Chef ist positiv eingestellt. So sei die im November geschlossene Partnerschaft mit dem Nanjing Chemical Industry Park "ein wichtiger Baustein auf dem richtigen Weg in die Zukunft". Der Standort in Nanjing gehört zu den drei größten Chemie- und Industrieparks in China.

Partnerschaftsvertrag auf China-Reise unterzeichnet

Im Mai waren erste Kontakte geknüpft worden. Im Beisein von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wurde der Vertrag dann vor zwei Wochen in China unterschrieben. Beide Chemieparks haben vereinbart, regelmäßig Erfahrungen und Informationen auszutauschen. Die Partner erhoffen sich einen wechselseitigen Transfer von Know-how und wollen auch bei Veranstaltungen zusammenarbeiten.

Darüberhinaus ist langfristig eine Kooperation bei Schulungen sowie ein zeitlich befristeter Austausch von Mitarbeitern geplant. "Das ist ungefähr so wie bei einer Städtepartnerschaft, man tauscht sich aus und hängt sich gegenseitig ein Schild an die Tür", flachste Grigat. Er sei sich der Bedeutung Chinas für den Weltmarkt bewusst. "Wir haben die Brücke nach China", so Grigat, sie sei ein wichtiges Mittel, um Investitionen zu bekommen. Mit denen sei aber, "realistisch betrachtet, erst 2012 zu rechnen".

Wirtschaftsdezernent Jürgen Steinmetz wirbt ebenfalls für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen: "Das Interesse der Chinesen am Standort NRW und dem Rhein-Kreis Neuss, auch als Chempark-Standort Dormagen, wird immer größer und zeigt, dass hier große Chancen und Potenziale stecken."

Zurzeit gibt es etwa 600 chinesische Unternehmen in NRW, allein 2008 sind 62 neu dazugekommen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer