Bei der offiziellen Verabschiedung von Bürgermeister Heinz Hilgers ließ der Beigeordnete Ulrich Cyprian dessen Verdienste Revue passieren.

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Hat am Dienstag seinen letzten Arbeitstag: Bürgermeister Heinz Hilgers.

Hat am Dienstag seinen letzten Arbeitstag: Bürgermeister Heinz Hilgers.

Hat am Dienstag seinen letzten Arbeitstag: Bürgermeister Heinz Hilgers.

Dormagen. Dienstag ist sein letzter Arbeitstag, und bis dahin wird Bürgermeister Heinz Hilgers seine Aufgaben auch noch mit vollem Engagment ausüben. Da waren sich Gäste und Redner bei seiner offiziellen Verabschiedung aus dem Amt in der Pfarrscheune Zons einig. Mit insgesamt 15 Jahren ist Heinz Hilgers dienstältester Bürgermeister Dormagens.

Zunächst als ehrenamtlicher ab dem Jahr 1989, wurde er 1994 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Nach einer Unterbrechung ab 1999 kehrte er 2004 auf den Chefsessel zurück. In dieser Zeit hat Hilgers einige Spuren hinterlassen.

Symbolisch überreichten Kinder der "Villa Bunte Wolke" sechs Bilder mit Fußabdrücken - "mal geradlinig, mal verwirrend, mal umgehend", erklärten sie.

Neben den kleinen Besuchern gaben auch politische Weggefährten Hilgers die Ehre. Mit Regierungspräsident Jürgen Büssow saß Hilgers zehn Jahre im Landtag NRW, mit Dieter Patt konnte er "trotz unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse vertrauensvoll umgehen", sagte der Landrat. Die Laudatio auf Hilgers hielt der Erste Beigeordnete Ulrich Cyprian. "Er war heiter und hatte immer einen Witz auf Lager. Seine Anekdoten werden mir fehlen", so Cyprian. Zu den Verdiensten des scheidenden Bürgermeisters zählte Cyprian die Fußgängerzone Dormagens auf, die vielen Ortsmitten, den Stadtbus oder die Stadtbücherei am Marktplatz. "Am meisten bleibt uns von Heinz Hilgers im Gedächtnis, dass wir uns um die Kinder kümmern müssen", sagte der Beigeordnete.

Als Präsident des Kinderschutzbundes wurde er im Bundestag zu allen Gesetzesentwürfen, die Kinder betreffen, befragt. Dormagen machte er zu einer Modellkommune für Kinderfreundlichkeit. "Früh konnte die Stadt für Kinder ab drei Jahren einen Kindergartenplatz garantieren", erinnerte Cyprian. Durch die Verwaltungsreform in den vergangenen fünf Jahren konnte Hilgers die Stadt vor der Haushaltssicherung bewahren.

Zu seiner letzten Ratssitzung kam Heinz Hilgers erstmals zu spät. Ulrich Cyprian hatte ihn darum gebeten, denn die Ratsmitglieder hatten etwas Geheimes zu beraten. Sie ernannten Heinz Hilgers zum dritten Ehrenbürger der Stadt Dormagen. Die Nachricht erfuhr Hilgers bei seiner Verabschiedung. "Ich nehme die Auszeichnung mit großer Demut entgegen", sagte er. Er bedankte sich bei seiner Frau Brunhilde und für die Loyalität seiner Mitarbeiter, lobte die gute Arbeit mit allen Fraktionen im Stadtrat und betonte, in seiner Zeit als Bürgermeister viele neue Erfahrungen gesammelt zu haben. Hilgers hatte sich aus gesundheitlichen Gründen dazu entschieden, kein weiteres Mal für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.

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