Eine Ausstellung erinnert mit zahlreichen Fotos an die Stadtwerdung vor 40 Jahren.

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Auf der Rathaustreppe verkündete Bürgermeister Gustav Geldmacher in der Nacht zum 1. Juli 1969 die Stadtwerdung.

Auf der Rathaustreppe verkündete Bürgermeister Gustav Geldmacher in der Nacht zum 1. Juli 1969 die Stadtwerdung.

Auf der Rathaustreppe verkündete Bürgermeister Gustav Geldmacher in der Nacht zum 1. Juli 1969 die Stadtwerdung.

Dormagen. Es ist für die meisten Bürger das Wahrzeichen Dormagens: Vor nunmehr 100 Jahren wurde der Grundstein für das Historische Rathaus gelegt.

An die wechselvolle Geschichte des roten Backsteinbaus und die Stadtwerdung Dormagens vor 40 Jahren erinnert eine gemeinsame Ausstellung des Kreisarchivs und der Stadtverwaltung. Bürgermeister Heinz Hilgers wird sie am Dienstag, 16. Juni, um 19.30 Uhr in der Glasgalerie des Kulturhauses an der Langemarkstraße eröffnen.

Kreisarchivar Karl Emsbach führt dann in die Ausstellung ein. Er hält für die Besucher so manche Überraschung bereit - so zum Beispiel, dass sich im Keller des Historischen Rathauses einst auch Gefängniszellen befunden haben. Gezeigt werden Pläne und Bilder des Backsteinbaus - sowohl mit als auch ohne Türmchen, von dem heute das Glockenspiel erklingt.

An die Nacht zum 1. Juli 1969 wird sich so mancher Zeitzeuge, der zur Ausstellungseröffnung eingeladen ist, noch gut erinnern. Mit Glockengeläut und Böllerschüssen wurde damals der freiwillige Zusammenschluss der beiden Gemeinden Hackenbroich und Dormagen zur Stadt Dormagen gefeiert.

1969 war dies eine strategisch kluge Entscheidung, um Eingemeindungswünschen der Nachbarstädte rechtzeitig zuvorzukommen. Zugleich wurde damit der Boden für die Kommunale Neugliederung 1975 bereitet, als sich nach langen Diskussionen am Ende auch die Stadt Zons und das Amt Nievenheim mit Dormagen vereinten. In einem Schmalfilm aus dem Jahr 1969 ist noch einmal die Verkündung der Stadtwerdung durch Bürgermeister Gustav Geldmacher auf der Rathaustreppe zu sehen.

Mit zahlreichen historischen Aufnahmen dokumentiert die Ausstellung die städtebauliche Entwicklung Dormagens in den vergangenen 40 Jahren. Parkende Autos auf dem heutigen Rathausvorplatz und der Schwerlastverkehr, der sich bis in die 80er Jahre auf der Kölner Straße noch mitten durch die Innenstadt wälzte - all dies können die Besucher eindrucksvoll nacherleben.

Auch in Dormagen hieß das Rathaus früher einmal "Mairie". Mit den ehemaligen Verwaltungsgliederungen beschäftigt sich ein eigener Teil der Ausstellung. Sie erinnert ebenso an die Alt-Dormagener Ehrenbürger. Bereits 1926 erhielt Hermann Claassen als Direktor der Zuckerfabrik diese Würdigung. Ihm folgten 1927 Reiner Haas, 1979 Gustav Geldmacher und 1986 Paul Wierich.

Die Ausstellung "Von den Dörfern zur Stadt: 40 Jahre Stadt Dormagen - 100 Jahre Historisches Rathaus" ist bis zum 28.August in der Glasgalerie des Kulturhauses zu besichtigen. Red

» Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.30 bis 21.45 Uhr (in den Schulferien vom 2. Juli bis 14. August: montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr). Gruppenführungen für interessierte Vereine und Schulklassen können mit Kreisarchivar Emsbach, 2 02133/530210; vereinbart werden.

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