Zum Jahreswechsel haben Täter gleich mehrfach für hohen Schaden in Rosellen gesorgt.

In einem Haus am Rindergraben gelang es den Tätern, einen Safe zu öffnen.
In einem Haus am Rindergraben gelang es den Tätern, einen Safe zu öffnen.

In einem Haus am Rindergraben gelang es den Tätern, einen Safe zu öffnen.

Lothar Berns

In einem Haus am Rindergraben gelang es den Tätern, einen Safe zu öffnen.

Rosellen. Es sollte ein erholsamer Skiurlaub werden, doch der Aufenthalt in Österreich wurde durch eine Schreckensmeldung aus der Heimat abrupt beendet. „Nachbarn riefen uns an, um zu sagen, dass Türen unseres Hauses offenstehen“, erinnert sich das 51 Jahre alte Einbruchsopfer, das namentlich nicht genannt werden möchte. Als sie und ihr Ehepaar, mit dem sie am Rindergraben in Rosellerheide wohnt, gestern gegen 2 Uhr an ihrem Haus eintrafen, waren sie schockiert. Denn der finanzielle Schaden stellte sich als immens heraus. Unter anderem wurden wertvoller Schmuck und Geld gestohlen. Auch einen Safe konnten die Täter öffnen. „Der gilt eigentlich als unkaputtbar. Die Täter sind mit äußerster Professionalität vorgegangen“, sagt die 51-Jährige.

„Da fragt man sich, ob man in seinem Stadtteil wirklich noch sicher ist.“

Einbruchsopfer

Laut des Opfers sollen sich die Täter ersten Erkenntnissen zufolge aus dem dunklen Wald hinter dem Grundstück an das Haus herangeschlichen haben, um schließlich durch eine Tür zum Arbeitszimmer hinein zu gelangen. Von innen sei dann die Terrassentür geöffnet worden. Ihre Spuren versuchten die Täter mit Waschpulver zu verwischen.

Der Einbruch am Rindergraben war nicht der einzige in Rosellen und Rosellerheide, der die Polizei beschäftigt. In insgesamt fünf Häuser und Wohnungen ist in der Silvesternacht eingebrochen worden. In einem Fall blieb es beim Versuch. „Es spricht viel dafür, dass es sich um dieselben Täter handelt“, sagt Polizeisprecherin Daniela Dässel.

So verschafften sich die Unbekannten nach Angaben der Polizei auch gewaltsam Zutritt zu zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus am Akazienweg sowie zu Einfamilienhäusern an der Waldstraße, der Neuenburger Straße und dem Mühlenbuschweg. Am Bettikumer Hof scheiterten die Täter zudem offenbar beim Versuch, eine rückwärtige Terrassentür aufzuhebeln, weil sie durch die Hauseigentümer gestört wurden. Eine nähere Beschreibung der flüchtigen Täter, war den Zeugen nicht möglich.

Der finanzielle Schaden ist das eine, die psychische Belastung das andere. „Das ist bei mir noch gar nicht angekommen. Ich bin immer noch im ersten Schockmoment“, sagt das 51-Jahre alte Einbruchsopfer und fügt hinzu: „Da fragt man sich, ob man in seinem Stadtteil wirklich noch sicher ist.“ Vor allem über die Brutalität der Täter, die zunächst versucht hatten, mit Gartengeräten eine Fensterscheibe einzuschlagen, jedoch an der Dreifachverglasung scheiterten, sei sie erschrocken – und kündigt an, das Gespräch mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zu suchen.

Auch außerhalb von Rosellen wurden Neusser in der Silvesternacht Opfer von Einbrüchen. So drangen Täter in Norfer Einfamilienhäuser an der Ulmenallee und der Südstraße. Am Lorbeerweg waren Täter bereits zwischen Freitag, 17.15 Uhr, und Samstag, 11.30 Uhr, aktiv.

In Vogelsang sicherte die Polizei Spuren an einem Tatort an der Daimlerstraße. Dort waren Einbrecher am Silvester-Abend zwischen 18.30 und 19.30 Uhr unbemerkt in den Flur eines Mehrfamilienhauses gelangt und hatten eine Wohnungstür aufgebrochen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer