Zunächst hatte es Ärger um den trostlosen Weihnachtsbaum gegeben. Doch Bürgermeister Krützen erklärte den Baum zur Chefsache.

Zunächst hatte es Ärger um den trostlosen Weihnachtsbaum gegeben. Doch Bürgermeister Krützen erklärte den Baum zur Chefsache.
Neben Päckchen hat der Baum jetzt auch Lichterketten.

Neben Päckchen hat der Baum jetzt auch Lichterketten.

lber

Neben Päckchen hat der Baum jetzt auch Lichterketten.

Wevelinghoven. Beharrlichkeit zahlt sich aus, auch im Umgang mit der Stadtverwaltung. Die Verwaltung hatte der Werbe- und Interessengemeinschaft Wevelinghoven (WIG) nicht nur einen gut gewachsenen Weihnachtsbaum versprochen. Sie hatte darüber hinaus in Aussicht gestellt, ihn wesentlich besser zu illuminieren als im Vorjahr. Denn schon Weihnachten 2016 glitzerte der Baum bloß auf Sparflamme. Um so größer war die Enttäuschung, den jüngst am Markt platzierten Christbaum im Dunkeln ansehen zu müssen: Anstelle prachtvollen Lichterglanzes gab es nur ein müdes Funkeln zu sehen.

Der Anblick des Baumes sorgte für große Ernüchterung

„Das sieht sehr armselig aus“ und „schaut aus wie gewollt und nicht gekonnt“, kommentierten Wevlinghover das traurige Bild der unvollständigen Adventspracht. Mehr als 10 000 Aufrufe gab es für ein bei Facebook gepostetes Video, das dokumentierte, wie glanzlos der Unglücksbaum trotz des schmückenden Beiwerks in Form bunter Päckchen ist. Parallel dazu wurde WIG-Sprecher Oliver Benke aktiv, hakte bei der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin der Stadt Grevenbroich nach, wo denn die versprochenen Ergänzungslichter bleiben. Resultat: Im Haushalt sei kein Geld, in dieser Saison sei daher in Sachen Komplettierung der Festbeleuchtung nichts zu machen.

Einfach eine Lichterkette anzuhängen, war nicht möglich

„Natürlich haben wir auch überlegt, selbst in einen Baumarkt zu fahren, um weitere Lichterketten anzuschaffen“, sagt Oliver Benke. An einer privaten Finanzierung sollte das Projekt nicht scheitern. Allerdings darf die Werbegemeinschaft nicht auf Eigeninitiative einen städtischen Baum mit selbstfinanzierten Lichterketten ergänzen. „Das hat juristische Gründe, die Haftungsfragen betreffen“, sagt Benke. Unter anderem muss ein solches elektrisch betriebenes Accessoire von einem Fachmann nach Vorschrift angebracht und technisch abgenommen werden. Bei einem städtischen Baum ist das folgerichtig auch Aufgabe der Stadt.

Nun aber sagte Rathaussprecher Robert Jordan auf Nachfrage: „Das Thema ist erledigt. Hierzu gab es offenbar im Vorfeld keine ausreichende Kommunikation zwischen der WIG und der Stadt.“ Bürgermeister Klaus Krützen habe die Bestückung des Weihnachtsbaumes in Wevelinghoven mit Licht kurzfristig veranlasst. „Die Lichterketten sind bereits installiert worden“, sagte Jordan. Aus der vormals traurig ausschauenden Tanne ist denn letztlich doch noch ein Prachtexemplar der Gattung Weihnachtsbaum geworden.

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