Strukturkonzept: Zwischenbericht zu Entwicklung der nächsten 15Jahre. Neue Planungswerkstätten im Sommer.

In Planungswerkstätten – auch für die City – werden Bürger beteiligt.
In Planungswerkstätten – auch für die City – werden Bürger beteiligt.

In Planungswerkstätten – auch für die City – werden Bürger beteiligt.

In Planungswerkstätten – auch für die City – werden Bürger beteiligt.

Neuss. Das Strukturkonzept Neuss 2025 geht in die entscheidende Phase: Im Sommer starten erneut Planungswerkstätten in Holzheim, Norf, Grimlinghausen, der Nordstadt und der Neusser City, um die Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen.

Die Werkstätten sind Grundlage eines gesamtstädtischen Strukturkonzepts, auf dessen Basis ein neuer Flächennutzungsplan entsteht. Das mit der Analyse beauftragte Dortmunder Büro Scheuvens und Wachten hat gestern im Planungsausschuss einen Zwischenbericht seiner Arbeit vorgestellt.

Das Konzept umreißt die räumliche Entwicklung und städtebauliche Planung in den nächsten 15 Jahren. Die seit 1991 breit angelegte Diskussion zum City-Papier "Neuss zwischen den Häfen" müsse wieder Fahrt aufnehmen, so Bürgermeister Herbert Napp. "Wir wollen jetzt Möglichkeiten finden, um den Status quo auf lange Zeit sichern zu können", erläutert der Stadtchef. Mit Geld könne zwar alles so schön und vieles machbar sein. Doch Napp will Realist bleiben und glaubt, dass die Stadt auch weiterhin mit wenig Geld auskommen muss: "Es gilt, den Bestand zu erhalten und Qualitäten, die Neuss hat, nachhaltig zu bewahren."

Demographischer Wandel gibt den Takt vor

Neben den finanziellen Herausforderungen gebe der demografische Wandel den Takt vor. Fragen, wie eine Stadt mit einer alternden Bevölkerungsstruktur und den Bedürfnissen alter Menschen umgehe, seien wichtige Aspekte der Stadtplanung. Schon jetzt habe Neuss auf den Rückgang der Bevölkerung zu reagieren, Perspektiven für eine schrumpfende Mantelbevölkerung sollten entwickelt werden. "Es ist wichtig, die Stadtteilzentren und ihre Eigenständigkeit zu erhalten", sagt der Bürgermeister. Grefrath etwa fehle eine angemessene Infrastruktur. "Da haben wir schon viel probiert." Und immer noch gebe es nur einen Kiosk.

"Wir arbeiten an vielen Stellen und fügen das zusammen", erklärt Raumplanerin Heidi Schumacher vom Büro Scheuvens und Wachten. Aspekte, die in die Endfassung letztlich einfließen, sind etwa die Geburtenrate, Pendlerbewegungen, das Einzelhandelskonzept, die geografische Lage, Wohnungsbestand, energetischer Ausbau, Umweltbelange oder die Bedarfsprognose für Wohnbauflächen. "Wir überprüfen, wo es Baulücken gibt, wie die Nahversorgung gesichert werden kann", sagt Schumacher und nennt weitere Themenbereiche aus der Vorbereitungsphase der Analyse. Über die Ausweisung neuer Flächen sollte genau nachgedacht werden. "Das ist das Leitziel", hebt sie hervor.

Die Ergebnisse aus den Stadtteilwerkstätten werden von Oktober bis Dezember ausgewertet, im Frühjahr 2011 beschäftigen sich die Ausschüsse mit den ausgearbeiteten Vorschlägen, eine Endfassung des räumlichen Strukturkonzepts soll dann für April 2011 vorliegen.

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