Ein Mitarbeiter von Straßen.NRW zeigt das Streusalz.
Ein Mitarbeiter von Straßen.NRW zeigt das Streusalz.

Ein Mitarbeiter von Straßen.NRW zeigt das Streusalz.

dpa

Ein Mitarbeiter von Straßen.NRW zeigt das Streusalz.

Grevenbroich. Sollte der Winter halten, was sein Name verspricht, ist die Stadt gut gerüstet. Auch wenn ein riesiges Depot im Industriegebiet nicht mehr zur Verfügung steht. Die nationale Streusalzreserve, die in einer großen Halle an der Benzstraße eingerichtet wurde, ist mittlerweile geräumt worden.

Vor fünf Jahren hatte der Landesbetrieb Straßen NRW rund 38.000 Tonnen Salz – zum Teil aus Marokko und Chile – in Grevenbroich gebunkert. Anlass waren die ungewöhnlich harten Winter 2009/2010 sowie 2010/2011, in denen der Streugut-Nachschub fast versiegte. Etliche Straßen konnten nicht mehr gestreut werden. Für solche Notfälle waren in Grevenbroich, Saerbeck und in Sachsen-Anhalt drei Lager mit insgesamt 100.000 Tonnen Salz angelegt worden.

„Das auf fünf Jahre angelegte Pilotmodell des Bundes hat aber gezeigt, dass die Streusalzreserve in Grevenbroich nicht angetastet werden musste und das Lager nicht benötigt wird“, erklärt Stephan Lamprecht, Sprecher bei Straßen NRW. Die Halle wurde deshalb bereits vor Ablauf der fünf Jahre geleert und gereinigt. Ganz aufgelöst ist die nationale Salzreserve aber nicht. Die Tonnen aus Grevenbroich wurden zum Teil nach Saerbeck gebracht, wo weiter rund 34.000 Tonnen lagern. Bei Bedarf können sie von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz angefordert werden.

Im Rahmen der großen Salzreserve hatte auch die Stadt 400 Tonnen für den Notfall gelagert, die können laut den Wirtschaftsbetrieben (WGV) nun für den Wintereinsatz verwendet werden. Zusätzlich liegen bereits 600 Tonnen im neuen Baubetriebshof in Noithausen. Bis zum Umzug mussten die WGV-Streufahrzeuge ihren Nachschub aus der Straßenmeisterei in Wevelinghoven holen. „Jetzt haben wir den Vorteil, dass wir nicht mehr so weit fahren müssen, um die Lkw zu beladen“, sagt Karl-Walter Fischer, Leiter des Winterdienstes. Im vergangenen milden Winter wurden nur 230 Tonnen benötigt.

Straßen NRW ist gerüstet: Landesweit stehen 130.000 Tonnen sowie 75.000 als Reserve zur Verfügung. cso-

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