Neuss/Oslo. Deutschlands größte Aluminiumhütte in Neuss wird vorübergehend geschlossen. Das teilte der norwegische Eigentümer Norsk Hydro am Mittwoch bei der Vorlage seiner Jahresbilanz mit.

Was "zeitweise" bedeutet, wurde im Geschäftsbericht nicht erläutert. Die Wirtschaftskrise und rapide verfallende Aluminiumpreise haben bei Norsk Hydro im vergangenen Jahr einen heftigen Gewinneinbruch verursacht.

Das Unternehmen verzeichnet nach eigenen Angaben in Neuss die höchsten Produktionskosten für seine Werke weltweit. Grund seien die hohen Strompreise, die die energieverzehrende Aluminiumherstellung besonders stark belasten.

Nur die Gießereiaktivitäten sollen in Neuss weitergeführt werden, teilte der norwegische Konzern mit. Insgesamt arbeiten in dem Werk 650 Menschen.

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