Marktbetreiberstrebt erneute Verlängerung an.

Neuss. Als Josef Kremer (55) Samstagabend nach 39 Tagen zum letzten Mal seinen Glühwein-Treff auf dem Münsterplatz abschloss, konnte auch der Dauerregen seine gute Laune nicht trüben. „Wir haben den Neusser Weihnachtsmarkt zu einer Marke gemacht“, sagt der Schausteller aus Holzheim, der zum achten Mal als Betreiber verantwortlich zeichnete: „Der Markt ist zu einem Treffpunkt für die Neusser und ihre Gäste geworden.“

Die Bilanz für das Jahr 2014 fällt durchwachsen aus

Vor allem im Advent, als das Wetter besser war, habe es sich Tag für Tag ab 16 Uhr gefüllt: „Und die Leute sind auch geblieben.“ Es sei für ihn und seine 32 Standbeschicker das beste Weihnachtsmarkt-Jahr gewesen.

Die Verlängerung sei allerdings nicht „der Renner“ gewesen. Erstmals hatten Kremer und seine Frau Andrea über den 23. Dezember hinaus die Gastronomie-Angebote auf dem Münsterplatz beigehalten. Als am Samstag Schluss war, zogen sie nach der Premiere ein durchwachsenes Fazit: „Richtig gut war es nicht“, sagt Kremer. Das nasskalte Wetter habe Besucher abgehalten und auch die Höffner-Eröffnung sei spürbar gewesen: „Viele sind ja neugierig auf das große neue Möbelhaus, das auch mit einer Eislaufbahn lockt.“

„Ich glaube, die Leute kommen, wenn sich herumspricht, dass wir aufhaben.“

Josef Kremer, Marktbeschicker

Doch nach nur einem Versuch möchte Kremer nicht aufgeben. Er würde gern auch künftig über das Weihnachtsfest hinaus bis Silvester die Weitermarkt-Gastronomie anbieten: „Ich glaube, die Leute kommen, wenn sich herumspricht, dass wir aufhaben.“

Seine Idee will Kremer demnächst mit „Neuss Marketing“ besprechen. Die städtische Gesellschaft, die für das Rathaus die Weihnachtsmarkt-Vermarktung betreibt, ist sein Vertragspartner. Da sein aktueller Vertrag nur noch für die Jahre 2015 und 2016 läuft, würde Kremer ohnehin schon jetzt über eine Verlängerung verhandeln und zu einer Einigung kommen.

Seine Familie habe schließlich den Neusser Weihnachtsmarkt wieder aufgewertet und zu einem Besuchermagneten gemacht: „Wir würden auch weiterhin investieren. Das lohnt aber nur, wenn der neue Vertrag nicht nur über drei Jahre läuft.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer