Der Hockey-Zweitligist hat den personellen Umbruch eingeleitet. Heute ist Hamburg zu Gast.

Der Hockey-Zweitligist hat den personellen Umbruch eingeleitet. Heute ist Hamburg zu Gast.
Der Neusser Cedric Heimbach (l.) im Zweikampf mit Luis Knisel (Düsseldorfer HC).

Der Neusser Cedric Heimbach (l.) im Zweikampf mit Luis Knisel (Düsseldorfer HC).

woi

Der Neusser Cedric Heimbach (l.) im Zweikampf mit Luis Knisel (Düsseldorfer HC).

Neuss. Heute ab 16 Uhr könnte im Stadion an der Jahnstraße bereits eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf der Zweiten Hockey-Bundesliga Nord fallen: Schlägt der HTC SW Neuss den Hamburger Polo Club – den Tabellenzweiten trennen vier Punkte von Spitzenreiter Düsseldorfer HC –, wäre der Titel so gut wie vergeben. Der DHC könnte sich nur noch selbst ein Bein stellen.

Die Schwarz-Weißen sind dabei in einer komfortablen Position: Die Rückkehr ins Oberhaus ist nicht nur aufgrund des amtlichen Fünf-Punkte-Rückstands auf Düsseldorf kein Thema. Auch mit dem Abstieg hat der Erstliga-Absteiger fünf Spieltage vor Saisonschluss angesichts eines 14-Punkte-Polsters auf Platz neun nichts mehr zu tun. So können die Neusser ohne jeden Druck den so dringend nötigen personellen Umbruch angehen. Mit Erfolg, wie ein Blick auf die jungen Spieler zeigt.

Cedric Heimbach (19)

Der Stürmer war in der Halle auf Anhieb ein Erfolgsgarant, seine Tore brachten Neuss zurück in die Erste Liga. Auch auf dem Feld zählt der ehemalige Düsseldorfer zum Stammpersonal. „Er spielt eine sehr gute Rückrunde. Wenn er sein erstes Tor macht, platzt bei ihm der Knoten, dann wird er richtig abgehen“, ist Trainer Matthias Gräber überzeugt.

Florian von Schreitter (26)

Nach seiner Rückkehr aus Südafrika hat sich der Innenverteidiger erstaunlich schnell eingelebt. Wie wichtig er für das Team schon ist, zeigte er am Wochenende in Hamburg, als er die Abwehr nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Abbas Haider zusammenhielt. Gräber: „Das hat er richtig gut gemacht.“

Paul Nacken (20)

Er schaffte den Sprung aus der Neusser Zweitvertretung in Liga zwei. Am vergangenen Wochenende überzeugte er bei den Siegen in Heimfeld (2:1) und Großflottbek (1:0) mit einer starken Abwehrleistung. Der 20-Jährige kann in der Defensive sowohl in der Zentrale als auch auf der Außenbahn eingesetzt werden.

Vincent Güttler (18)

Auch der Youngster machte beim Hamburg-Trip in beiden Partien einen guten Eindruck in der Abwehr. Allerdings verletzte er sich dabei und muss deshalb im heutigen Heimspiel aussetzen.

Phil Graue (22)

Der Stürmer war in der Vorbereitung auf die Feldsaison lange verletzt. Nun aber ist er die Schraube in seiner gebrochenen Hand los, kann wieder voll zur Sache gehen. „Er wird von Training zu Training besser“, lobt der Coach seinen Schützling, auf den er große Stücke hält: „Er ist ein Kämpfertyp. Genau diese Leute brauchen wir.“

Obwohl sehr jung, zählt der Mittelfeldmann sowohl in der Halle als auch auf dem Feld längst zur ersten Formation. Gräber vertraut dem 18-Jährigen, der auch schon in der Ersten Liga Weltmeistern und Olympiasiegern Paroli bot – so sehr, dass er ihn zumeist durchspielen lässt. „Für mich gehört er irgendwie gar nicht mehr zum Nachwuchs, weil er schon so lange dabei ist.“

Die erfahrenen Spieler bilden weiterhin eine wichtige Stütze

Wenngleich der HTC noch weitere hoffnungsvolle Talente in seinem Kader aufführt, geht es nicht ohne die erfahrenen Kräfte. Ex-Weltmeister Sebastian Draguhn, der 18 Treffer und damit mehr als die Hälfte aller Neusser Tore (35) erzielt hat, Christoph Martial, Philipp Weide und Steven Dühr geben der Truppe in kritischen Situationen Halt.

Darum trifft es den HTC hart, wenn Spieler wie Ivo Otto und Abbas Haider verletzt wegbrechen. Während Haider, der sich in Heimfeld die Hüfte verdreht hatte, am Donnerstag nach leichtem Lauftraining schmerzfrei wieder zur Mannschaft stieß, muss sich Otto mit seiner Schleimbeutelentzündung am Ansatz der Adduktoren wohl noch ein wenig gedulden. Zwar fehlt der zweikampfstarke 27-Jährige dem Team als Antreiber, „doch wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt Gräber. Er sieht seine Jungs trotzdem gut aufgestellt: „Die Partien in Hamburg haben gezeigt, dass wir auch dann gewinnen können, wenn wichtige Leute fehlen.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer