DHC Rheinland unterliegt TSV Hannover-Burgdorf mit 23:27.

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Die Beschwörung des Balls half nicht: Der DHC unterlag gegen Hannnover und verlor Kapitän Kristian Nippes (rechts) mit einem Muskelfaserriss.

Die Beschwörung des Balls half nicht: Der DHC unterlag gegen Hannnover und verlor Kapitän Kristian Nippes (rechts) mit einem Muskelfaserriss.

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Die Beschwörung des Balls half nicht: Der DHC unterlag gegen Hannnover und verlor Kapitän Kristian Nippes (rechts) mit einem Muskelfaserriss.

Dormagen. Die Handball-Experten bestimmten vor der Saison den Dormagener HC Rheinland zum Abstiegskandidaten Nummer eins der 1. Bundesliga. Bis zur Endphase der Hinrunde sah es jedoch so aus, als könnten die Chemiestädter den Kritikern einmal mehr „eine Nase drehen“, doch dann folgte der Absturz ans Tabellenende. Mit der 23:27 (10:11) Niederlage am späten Mittwochabend gegen den Tabellenvorletzten TSV Hannover-Burgdorf hat der DHC nun endgültig den Anschluss an das rettende Ufer verloren.

Auf den Relegationsplatz 16 sind es bereits fünf Punkte. Doch während die Dormagener einfach nicht mehr gewinnen, auch die knappen Spiele immer verlieren, punktet die Konkurrenz. Der Trend geht also klar in Richtung 2. Bundesliga.

„Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken: „Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis und werden alles versuchen, um es zu erreichen“, erklärte dennoch Tobias Plaz, der lange verletzte Rechtsaußen, der gegen die Niedersachsen sein erstes Heimspiel seit langer Zeit bestritt und trotz der Niederlage die Stimmung in der HRC-Arena lobte: „Die Fans unterstützen uns immer noch. Das ist super und das brauchen wir auch dringen.“

Dennoch schwindet auch bei den eingefleischten Fans langsam die Zuversicht, dass der DHC sich noch ein weiteres Jahr wird retten können. Von „zwei wichtigen Spielen, die wir unbedingt gewinnen müssen“, hatte auch DHC-Trainer Kai Wandschneider gesprochen, der nun einsehen musste, dass „man wieder einmal gesehen hat, dass wir aber der 45. Minute immer mehr abbauen. Einigen Spielern geht dann die Kraft aus.“

Da sich in der Partie am Mittwoch auch noch Leistungsträger und Kapitän Kristian Nippes einen Muskelfaserriss zuzog, wird die Personaldecke für die Partie am Sonntag gegen den TuS N-Lübbecke zudem auch noch dünner.

„Wir geben nicht auf. Wir haben das Glück in der Hinrunde nicht auf unserer Seite gehabt. Sollte sich das in der Rückrunde ändern, sind wir noch lange nicht aus dem Rennen“, ist sich Wandschneider sicher. Allerdings darf der Abstand zum rettenden Ufer nicht mehr größer werden und so wäre ein Erfolg am Sonntag (Anwurf in der HRC-Arena ist 17.30 Uhr) gegen den Tabellenelften umso wichtiger.

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