Der SCK gibt als Ziel die Top 5 an. Im Kader steckt aber trotz einer starken Liga der Aufstieg.

Der SCK gibt als Ziel die Top 5 an. Im Kader steckt aber trotz einer starken Liga der Aufstieg.
Stephan Wanneck (l.) ist zum SC Kapellen zurückgekehrt und trifft zum Auftakt im heimischen Erftstadion auf den MSV Düsseldorf.

Stephan Wanneck (l.) ist zum SC Kapellen zurückgekehrt und trifft zum Auftakt im heimischen Erftstadion auf den MSV Düsseldorf.

Wilschrey

Stephan Wanneck (l.) ist zum SC Kapellen zurückgekehrt und trifft zum Auftakt im heimischen Erftstadion auf den MSV Düsseldorf.

Kapellen. Jörg Ferber ist ein Mann der klaren Worte. Und darum leitet der neue Sportliche Leiter des Fußball-Landesligisten SC Kapellen seinen Ausblick auf die heute (Anstoß 16 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den MSV Düsseldorf beginnende Meisterschaftssaison wie folgt ein: „Der Kader ist schon gut. Unser Ziel sind die Top 5.“ Passt!

Weil der als Trainer und Spieler seit mehr als einem Vierteljahrhundert auf diesem Wettkampfniveau tätige 49-Jährige jedoch um die Befindlichkeiten in der Szene weiß, fühlt er sich dazu gemüßigt, den von Trainer Oliver Seibert eingeführten Titel „All-Star-Team“ zu relativieren. Das bedeute ausdrücklich nicht, dass der SCK in seiner zweiten Saison seit dem Abstieg aus der Oberliga nun der Überflieger dieser Spielklasse sei. „Wir müssen nicht unbedingt aufsteigen, denn diese Liga ist ja der Wahnsinn, aber wir würden uns auch nicht dagegen wehren.“ Vielmehr stehe das Prädikat „All Star“ für die zukünftige Ausrichtung des ungemein potenten „Dorfklubs“: „Wir wollen ein Team mit Spielern aus dem Rhein-Kreis Neuss zusammenstellen.“ Und auch die sportlichen Ziele sind eindeutig. Ferber: „Wir wollen mit guten Leistungen dafür sorgen, dass die Zuschauer ins Erftstadion kommen. Ganz wichtig ist uns außerdem, dass wir unseren Nachwuchs heranzuführen.“

Gesagt, getan: Alle zehn Zugänge sind an Rhein und Erft zu Hause – und haben ihre Fähigkeiten auf dem Feld schon hinreichend nachgewiesen. Ferber, der „von der Sache hier 100 Prozent überzeugt ist, da haben Philipp Breuer und Oliver Seibert professionelle Vorarbeit geleistet“, warnt jedoch, die Saison als Selbstläufer zu betrachten.

Trainer Ferber: In der Mannschaft gibt es keine Gruppenbildung

„Klar, unsere Neuen sind überragend – genau wie die bei uns gebliebenen Spieler, aber man kann das Ganze auch völlig anders sehen.“ So habe man beim Landesliga-Meister TSV Meerbusch für die zum SCK zurückgekehrten Lennart Ingmann und Stephan Wanneck schlichtweg keine Verwendung mehr gehabt und Alexander Hauptmann, Nils Mäker, Jannik Schulte sowie Nils Dübbert seien mit Nievenheim aus der Landesliga abgestiegen.

Stichwort Lennart Ingmann: Obwohl der inzwischen 22-Jährige seit seinem Abschied aus dem Leistungszentrum des FC Bayern München bislang in keinem Verein glücklich geworden ist, glaubt Ferber fest an den regelmäßig zum „Enfant terrible“ mutierenden Supertechniker. „Ich hoffe, dass er das zurückgibt, was wir in den vergangenen Wochen in ihn an Zeit und Mühe investiert haben. Wenn er verstanden hat, dass das jetzt seine letzte Chance ist, wird er uns noch viel Freude machen.“ Der Alleskönner ist Teil einer Mannschaft, „in der es keine Gruppen gibt“, sagt Ferber und führt als Belege die Trainingsbeteiligung von 95 Prozent sowie die außerordentlich gelungene Vorbereitung an. Dabei sei der Konkurrenzkampf um die Stammplätze voll entbrannt.

Als die größten Konkurrenten um einen Platz an der Spitze sieht er die Oberliga-Absteiger VfR Fischeln und Cronenberger SC sowie den personell kolossal verstärkten Neuling TVD Velbert. „Aber eine schwache Mannschaft gibt es in dieser Saison ohnehin nicht.“

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