Hackerangriff auf Neusser Kliniken
Das Lukaskrankenhaus wurde Opfer einer Cyberattacke.

Das Lukaskrankenhaus wurde Opfer einer Cyberattacke.

Marius Becker

Das Lukaskrankenhaus wurde Opfer einer Cyberattacke.

Neuss (dpa).  Nach der Cyber-Attacke auf das Lukaskrankenhaus in Neuss ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft wegen versuchter Erpressung.

Unbekannte hätten eine sogenannte Krypto-Schadsoftware, die Daten verschlüsselt, in das Krankenhaussystem eingespielt, sagte Staatsanwalt Daniel Vollmert am Donnerstag in Köln. Er bestätigte einen Bericht der «Bild»-Zeitung.

«Anschließend wurde angeboten, die Daten wieder zu entschlüsseln - bei entsprechender Lösegeldzahlung», so Vollmert. Es sei aber kein Geld gezahlt worden. Das Landeskriminalamt werte derzeit die Daten aus. Es sei noch unklar, wie das Programm ins System gelangen konnte.

Das Lukaskrankenhaus hatte auch am Donnerstag nur einige Computer wieder im Betrieb. «Wie fahren die Rechner nur schrittweise wieder hoch», sagte Kliniksprecherin Ulla Dahmen. Auch das Klinikum Arnsberg war vor wenigen Tagen Opfer eines Cyber-Angriffs geworden.

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