Das Männerballett wurde auf der Damensitzung gefeiert.
Das Männerballett wurde auf der Damensitzung gefeiert.

Das Männerballett wurde auf der Damensitzung gefeiert.

A. Tinter

Das Männerballett wurde auf der Damensitzung gefeiert.

Kaarst. Wenn sich im ausverkauften Forum der Realschule an der Halestraße Frösche, Teufel und Meerjungfrauen tummeln und die Biene friedlich neben einer Tigerin und der ersten Dame der Stadt, Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, sitzt, ist klar: Die Kaarster Narrengarde Blau-Gold hat wieder zur Damensitzung geladen. Die Stimmung war von Beginn an prächtig.

Ehemänner und Diäten humoristisch verpackt

Manfred Kobbeke als musikalische Begleitung des Abends heizte den Damen mit Karnevalsklassikern mächtig ein. „Eine bewährte Kraft“, erklärte Blau-Gold Urgestein Manfred Brendel, der gemeinsam mit Michaela Tillmanns und einem fünfköpfigen Elferrat durch das Programm führte. Mühelos brachten die Gardeteens – darunter ein junger Mann – den Saal auf Betriebstemperatur, die das Männerballett „Die Cremeschnittchen“, ausstaffiert als dicke Mädchen, noch erhöhte. Die lecker Schnittchen feiern in dieser Session übrigens ein jeckes Jubiläum – elf Jahre stehen sie auf der Bühne.

„De Frau Kühne“ alias Rita Kühne hatte anschließend keine Mühe, die gute Stimmung im Saal weiter zu steigern. Liebevoll-ironisch nahm sie Diäten, Nachbarschaftsleben, ihren Ehemann und sportliche Betätigung aufs Korn („Das Sportlichste an mir ist mein Eisprung“). Die Band „Joker Colonia“ mit Marcel Feger, Patrik Reichwein und Christof Glasmacher lud mit Kölner Stimmungsliedern zum Mitmachen ein.

Dass es bei einer Damensitzung dann doch immer schlüpfrig wird, stellten „Emmi und Herr Willnowsky“ (Christoph Dompke und Christian Willner) unter Beweis: Sie machten sich als Ehepaar verbal gegenseitig mit meistens unter die Gürtellinie zielenden Witzen fertig, was nicht bei allen gut ankam: „Grenzwertig“ war aus dem Publikum zu hören. Umso mehr gingen die Karnevalistinnen bei „Dä Engelbäät“ (Engelbert Wrobel) mit, der seinem Saxophon perfekte Töne zum Mitschunkeln entlockte. Mit großem Applaus wurde das Showtanzduo Sabina Tillmanns und Saskia Münzberger verabschiedet, das zum letzten Mal eine großartige Probe seines Könnens ablieferte. Für viele Lacher sorgte dann der Auftritt von „Lieselotte Lotterlappen“ ( Joachim Jung), berühmt-berüchtigt für spontane Aktionen. Ein junger Kellner namens Jan musste dran glauben und mit auf die Bühne, machte aber gute Miene zum bösen Spiel („In seiner Hose wird ein Monster von 72 Zähnen in Schach gehalten“) und avancierte zum heimlichen Star. kedl

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