Unbekannte Internetkriminelle nutzten eine Sicherheitslücke aus.

Der Internet-Explorer warnte vor der bösartigen Website „cdu-grevenbroich.de“.
Der Internet-Explorer warnte vor der bösartigen Website „cdu-grevenbroich.de“.

Der Internet-Explorer warnte vor der bösartigen Website „cdu-grevenbroich.de“.

Der Browser Google Chrome machte auf Malware und möglichen Daten-Klau aufmerksam.

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Der Internet-Explorer warnte vor der bösartigen Website „cdu-grevenbroich.de“.

Grevenbroich. Auf ihrer Website informiert die Grevenbroicher CDU für gewöhnlich über ihre Mitglieder und deren Aktivitäten in der Schlossstadt. Alles ganz harmlos. Dennoch wurde die Seite gestern vom Internet-Explorer und anderen Browsern als bösartig, betrügerisch, gar als Bedrohungsquelle für andere Computer eingestuft. Und es wurde vor Daten-Klau durch „gefährliche Programme“ gewarnt. Wenig schmeichelhafte Attribute für eine Partei, die im nun beginnenden Landtags- und Bundestagswahlkampf mit Seriosität wirbt. Stadtverbandsvorsitzender Wolfgang Kaiser war darüber alles andere als amüsiert – aber nicht der einzige betroffene CDU-Chef am Niederrhein.

Browser stuften die CDU-Seite als bösartig und gefährlich ein

Die Homepage der Union ist mit dem Content-Management-System „Joomla“ erstellt worden, das – wird es nicht regelmäßig aktualisiert – zum Ziel von Cyber-Attacken werden kann. „Finden Hacker eine Sicherheitslücke, versuchen sie auf automatischem Wege Verlinkungen auf diesen Seiten unterzubringen, die zu Schadsoftware führen“, sagte ein Sprecher der Firma Vanameland, die das Webhosting für den Grevenbroicher und andere CDU-Verbände übernommen hat. In den vergangenen Tagen sei ein solcher Angriff geschehen, das Problem könne in der Regel innerhalb von 24 Stunden behoben werden.

Obwohl sich auf den betroffenen Seiten selbst keine Schadsoftware befinde, reagiere die Suchmaschine Google sehr restriktiv auf die von Hackern platzierten Links. „Es gibt sofort eine Malware-Warnung, die natürlich zur Verunsicherung bei Kunden und Nutzern der jeweiligen Seite führt, sagte der Vanameland-Sprecher. Vor noch nicht allzu langer Zeit sei das anders gewesen: „Da wurde den Administratoren ein, zwei Tage Zeit für die erforderlichen Reparaturen gelassen. Erst dann wurde die Seite geblockt.“

Die Grevenbroicher CDU rechnete gestern mit einer schnellen Schadensbehebung. Alternativ standen die Mitglieder für Anfragen digital über Facebook und analog in ihrer Geschäftsstelle zur Verfügung.

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