Jörg Geerlings will für die Umsetzung mehr Geld vom Land.

Neuss. Seit mehreren Jahren kann die Stadt Neuss pro Jahr ein neues Familienzentrum fördern, das dann einen Extra-Zuschuss vom Land Nordrhein-Westfalen bekommt – so auch in diesem Jahr. „Warum nur eins?“, fragt der CDU-Vorsitzende und Landtagskandidat Jörg Geerlings in einer Mitteilung: „Diese Nachricht, die uns jedes Jahr aus Düsseldorf erreicht, ist für mich kein Grund zum Jubeln.“

Damit reagiert der Christdemokrat auf eine Mitteilung von Arno Jansen (SPD). Der sozialdemokratische Landtagskandidat hatte sich kürzlich zur weiteren Ausbauplanung der rot-grünen Landesregierung geäußert und darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Familienzentren im Stadtgebiet auf insgesamt 21 steige.

Geerlings moniert, die Weiterentwicklung von Kitas zu Familienzentren hinke dem tatsächlichen Bedarf und auch den ursprünglichen Planungen weit hinterher. „Wir brauchen in jedem Stadtteil wenigstens ein Familienzentrum und in den kinderreichen Stadtteilen mehrere. Langfristig sollte sogar jede Kita dieses Zusatzangebot machen können“, betont Geerlings. Doch dafür zahle das Land zu wenig Geld.

Aufgabe und Ziel der Familienzentren ist es, durch unterschiedliche familiäre Unterstützungs- und Beratungsangebote die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken und ihnen zu einem frühen Zeitpunkt Informationen und Hilfe zukommen zu lassen.

Es sei, so Geerlings, das erklärte Ziel der früheren schwarz-gelben Landesregierung gewesen, bis 2012 in NRW 3000 Familienzentren einzurichten. Bis heute gebe es landesweit nur rund 2500 Familienzentren, sagt er. „Das Land operiert jedoch mit falschen Zahlen“, mahnt Geerlings. Angeblich gebe es bereits 3500 Familienzentren. Darunter seien jedoch viele Kitas, die sich als Verbund zu einem Familienzentrum zusammengeschlossen haben. CDU-Jugendpolitiker Thomas Kaumanns betont: „Wir haben in Neuss derzeit 20 Familienzentren.“ Red

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