Das Gebäude an der Bergheimer Straße dient als zentrale Anlaufstelle.

Grevenbroich. Angefangen hat alles in den 90er Jahren. Damals gründete die Caritas eine Anlaufstelle für Wohnungslose in dem markanten Gebäude von 1899. Damit wurde der Grundstein für weitere Aktivitäten an der Bergheimer Straße gelegt. Mittlerweile ist die alte Molkerei zu einem Stützpunkt des Wohlfahrtsverbandes geworden, der dort den größten Teil seiner Dienste unterbrachte – und darüber hinaus auch ein Kaufhaus einrichtete.

Nun denkt die Caritas darüber nach, die ehemalige Produktionsstätte für Milch, Quark und Butter ganz zu übernehmen, sie hegt Kaufabsichten. „Wir stehen in Gesprächen mit dem Eigentümer“, sagt Vorstand Norbert Kallen. Unter Dach und Fach sei aber noch nichts gebracht worden: „Wir befinden uns momentan noch in einem Abwägungsprozess, und der braucht seine Zeit – wir lassen das alles ruhig angehen“, meint Kallen.

Wohlfahrtsverband ist schon seit acht Jahren an dem Ort präsent

Zurzeit beschäftigte sich die Caritas etwa mit der Frage, was preiswerter sei: der Verbleib in einem eigenen Domizil vor Ort oder der Umzug aller Dienste und Einrichtungen in ein anderes Gebäude. Ob und wann ein Kauf zustande kommt, könne derzeit nicht gesagt werden. Ein Vorteil der alten Molkerei ist deren Zentralität Das war auch der Grund dafür, dass der Caritasverband im Frühjahr 2008 den größten Teil seiner Dienste auf die Bergheimer Straße verlegte. Mit dieser Zentralisierung wurde die alte Molkerei immer mehr zu einer Anlaufstelle, an der Menschen mit verschiedenen Fragen und Problemen umfassende Hilfe bekommen.

„Die alte Molkerei ist für alle gut erreichbar. Gerade diese Lage ist es, die uns zum Nachdenken angeregt hat“, sagt Norbert Kallen. Die Frage, ob Steakhaus und Sonnenstudio, die ebenfalls in dem Gebäude untergebracht sind, im Fall eines Kaufs verbleiben können, lässt der Geschäftsführer offen. wilp

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