Vierter CDU-Bewerber war nicht eingeladen.

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Drei der vier CDU-internen Bürgermeister-Kandidaten: (v.l.) Klaus Goder, ...

Drei der vier CDU-internen Bürgermeister-Kandidaten: (v.l.) Klaus Goder, ...

... Helga Koenemann ...

... und Sebastian Rosen trafen sich zum Gespräch.

privat/Marc Ingel, Bild 1 von 3

Drei der vier CDU-internen Bürgermeister-Kandidaten: (v.l.) Klaus Goder, ...

Neuss. Parteivorsitzender Jörg Geerlings versuchte gestern ein Machtwort. Er erwarte im Vorfeld der CDU-internen Entscheidung zur Bürgermeister-Kandidatur ein „faires Miteinander“. Es sei selbstverständlich, dass jeder aus dem Bewerber-Quartett für sich werbe, „wenn wir aber am 3. November unseren Kandidaten für die Nachfolge von Bürgermeister Herbert Napp gefunden haben, muss die Neusser CDU geschlossen hinter ihm stehen.“ Er werde für ein geordnetes Verfahren sorgen: „Ich mache das ja nicht zum ersten Mal!“

Geerlings reagierte gestern auf ein Treffen, zu dem die Bürgermeister-Kandidaten Klaus Goder und Sebastian Rosen am Donnerstag mit Fraktions-Chefin Helga Koenemann eine weitere Bewerberin eingeladen hatten. Aus dem Quartett der Bewerber fehlte nur Thomas Nickel.

Irritation, Ratlosigkeit und ein Gefühl von Ausgrenzung

„Ich war nicht eingeladen“, bestätigte der Vize-Bürgermeister gestern, „als ich über das Treffen informiert wurde, war ich irritiert. Ich finde das Vorgehen seltsam.“ Auch gestern war er „noch irgendwie ratlos“ und fühlte sich „ausgegrenzt“.

Derweil formulieren Klaus Goder und Sebastian Rosen ihre Sorge, das Bewerbungsverfahren werde nicht fair geführt. Jörg Geerlings Verzicht auf die Bürgermeister-Kandidatur und Nickels nahezu zeitgleiche Bewerbung seien abgestimmt gewesen: „Und jetzt telefoniert der Parteivorsitzende die CDU-Mitglieder ab, um Stimmen für Thomas Nickel zu werben.“ Den Mitbewerbern werde aber die Herausgabe der Mitgliederlisten verweigert.

Entspannt blickt Helga Koenemann auf das Treffen: „Ich spreche mit jedem Parteifreund.“ Sie sehe sich als gute personelle Alternative, aber eins müsse klar sein: „Wer auch immer am 3. November gewinnt, für den machen wir dann geschlossen Wahlkampf.“

Am 23. Oktober stellen sich alle vier CDU-Bewerber in einer Veranstaltung im Kardinal-Bea-Haus der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) sowie der Frauen Union vor.

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