Bauwerke an der Rheydter Straße und an der L 44 wurden zerlegt.

An der L 44 rückten die Bagger an, ausgerüstet mit großen, schweren Meißeln. Der Abriss erfolgt im Rahmen der A57-Erweiterung.
An der L 44 rückten die Bagger an, ausgerüstet mit großen, schweren Meißeln. Der Abriss erfolgt im Rahmen der A57-Erweiterung.

An der L 44 rückten die Bagger an, ausgerüstet mit großen, schweren Meißeln. Der Abriss erfolgt im Rahmen der A57-Erweiterung.

Sie hämmerten und klopften, sie bohrten und zerstörten: Pausenlos ratterte an der Rheydter Straße der Presslufthammer.

NN, Bild 1 von 2

An der L 44 rückten die Bagger an, ausgerüstet mit großen, schweren Meißeln. Der Abriss erfolgt im Rahmen der A57-Erweiterung.

Neuss/Kaarst. Zahlreiche Neusser und Kaarster mussten am Wochenende starke Nerven beweisen, denn mehr als 50 Stunden lang dröhnten Bagger und Presslufthämmer gegen den Beton. Zwei unterschiedliche Bauwerke wurden im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen abgerissen.

Bagger fressen sich durch den Beton

Zwei ähnliche Aktionen, die jedoch wesentliche Unterschiede aufwiesen. So wurde die A57-Autobahnbrücke an der L 44 im Bereich der Kaarster / Neusser Straße mit schwerem Gerät zerlegt. 80-Tonnen-Bagger fraßen sich regelrecht durch den harten Stahlbeton aus den 1970er Jahren. Die Bagger trennten Beton und Bewehrungsstahl, zerkleinerten die großen Brocken und setzten an unterschiedlichen Stellen den Meißel an.

In nur 55 Stunden sollte die erste Hälfte der Brücke verschwinden. Einige Anwohner nahmen den Lärm recht gelassen in Kauf, andere suchten am Wochenende lieber Ruhe bei den Verwandten. Ulrich Ramm und seine Enkelkinder interessierten die schweren Gerätschaften, sie nutzten die Gelegenheit, den Baggerführern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. „Ich wollte mal sehen, wie die Kraft auf den Beton einwirkt“, sagte der ehemalige Elektroingenieur.

Das Neusser Ehepaar Krämer schaute sich ebenfalls die Baustelle aus der Nähe an: „Wenn man die Fenster geschlossen hält, kann man es einigermaßen aushalten.“ Ganz anders reagierten Reinhard und Else Rost, die nur wenige Meter von der Abrissstelle entfernt auf Kaarster Seite wohnen: „Wir haben uns für fünf Tage bei unserer Tochter in Jüchen einquartiert, hier machen wir kein Auge zu.“

Auch der Kaarster Karnevalsprinz Wolfgang Pabst schaute sich den Abbruch an. „Der Lärm ist schon extrem, aber bei geschlossenen Fenstern geht es“, meinte er.

Großes Gerät war auf der zweiten Baustelle, der Eisenbahnüberführung im Bereich der Rheydter Straße bei den Abrissarbeiten kaum im Einsatz. Dort musste vor allem viel Handarbeit geleistet werden, da die vorhandenen Fundamente bis zu einer Höhe von 80 Zentimetern erhalten bleiben mussten. Bauarbeiter meißelten mit dem Presslufthammer den Beton aus den Stahlkäfigen. Die Deutsche Bahn hatte 52 Stunden für diese Arbeiten eingeplant. In dieser Zeitspanne musste der Abriss und die Installierung der neuen Brücke vollbracht sein.

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