Verdächtige könnte die Tatwaffe noch bei sich tragen.

Verbrechen
Zur Fahndung ausgeschrieben: Fallah Sänger (35).

Zur Fahndung ausgeschrieben: Fallah Sänger (35).

dpa

Zur Fahndung ausgeschrieben: Fallah Sänger (35).

Neuss. Auch zwei Tage nach der Bluttat an der Kaarster Straße herrscht Entsetzen und Ratlosigkeit in Neuss. Die Polizei sucht fieberhaft nach Fallah Sänger (Foto), der dringend verdächtig ist, seine Frau und die beiden Kinder erschossen zu haben. Der Gesuchte ist 1,66 Meter groß und schlank. Als er zuletzt gesehen wurde, trug er ein rötliches Hemd und eine khakifarbene, dreiviertel lange Hose. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. Der Flüchtige könnte sie bei sich haben.

Mehr als 50 Hinweise aus der Bevölkerung sind bei der Mordkommission eingegangen. Zeugen berichteten, wo sie Fallah Sänger gesehen haben, oder nannten mögliche Anlaufadressen. Für die Ermittler ist wichtig zu erfahren, wer den Mann am Montag ab 13 Uhr gesehen hat. Zeugen können sich bei der Mordkommission unter Telefon 02131/3000 melden.

Fragen zu Kontakten des Jugendamtes zu der Familie beantwortet die Stadt zurückhaltend. Bestätigt wurde nur, dass das Amt nach früheren Wohnungsverweisungen des Mannes wegen häuslicher Gewalt eingeschaltet war. Der Staatsanwalt hatte am Dienstag erklärt, dass von Gewalt gegen die Kinder nichts bekannt sei. Nach Erkenntnissen der Stadt waren die Kinder gut versorgt und in Kindergarten und Schule beliebt und integriert. Die Mitarbeiterinnen dort versuchen jetzt, mit den Kindern und Eltern das schreckliche Geschehen aufzuarbeiten. Bürgermeister Herbert Napp erklärte: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.“ Red

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