Haltestellen sollen in spätestens sechs Jahren behindertengerecht sein.

Uwe Koppelmann (Mitte links) präsentierte dem Blindenverein um Ernst Balsmeier (Mitte rechts) die neue Busgeneration.
Uwe Koppelmann (Mitte links) präsentierte dem Blindenverein um Ernst Balsmeier (Mitte rechts) die neue Busgeneration.

Uwe Koppelmann (Mitte links) präsentierte dem Blindenverein um Ernst Balsmeier (Mitte rechts) die neue Busgeneration.

Woitschützke

Uwe Koppelmann (Mitte links) präsentierte dem Blindenverein um Ernst Balsmeier (Mitte rechts) die neue Busgeneration.

Neuss. Wo finden sich die Halteknöpfe? Wie sollte man sich verhalten, wenn der Bus ein paar Meter weiter anhält und wie kommt man an akustische Informationen zum Fahrplan? Für die Mitglieder des Neusser Sehbehinderten- und Blindenvereins sind diese Fragen essenziell, wenn es um den öffentlichen Nahverkehr geht. Und dass sich die Busflotte der Stadtwerke stetig verändert, macht es für diese Gruppe nicht leichter.

„Wir sind froh, dass die Stadtwerke unseren Leuten die Chance geben, uns mit den Bussen vertraut zu machen.“

Ernst Balsmeier, Vorsitzender

Um durch die Erneuerung der Flotte aufkommenden Problemen zu begegnen, luden die Verkehrsbetriebe die Mitglieder des Blindenvereins zu einer Besichtigung der neuen Busgeneration ein. „Wir haben fast die Hälfte unserer 73 Gelenkfahrzeuge durch neue Bustypen ersetzt“, sagte Uwe Koppelmann, Leiter des Fachbereichs Nahverkehr bei den Stadtwerken. „Im Vergleich zu früheren Generationen gibt es in nun einen zusätzlichen Abstellbereich für Rollatoren und spezielle Halteknöpfe für Schwerbehinderte.“ Zudem seien die neuen Busse ebenerdiger gestaltet als vorher.

Was die Haltestellen angeht, ist einiges im Umbruch. In spätestens sechs Jahren sollen alle Haltepunkte der Stadt behindertengerecht sein. In Zukunft sollen an jeder Haltestelle sogenannte „taktile Elemente“ dafür sorgen, dass Sehbehinderte über im Boden eingelassene Trittsteine oder Handläufe die Eingänge der Fahrzeuge leichter finden können.

Ernst Balsmeier, Vorsitzender des Neusser Blindenvereins, war glücklich über den Termin. „Wir sind froh, dass die Stadtwerke unseren Leuten die Chance geben, uns mit den Bussen vertraut zu machen“, sagte er. Für Sehbehinderte sei eine solche Gelegenheit besonders wichtig. „Da wir nicht selber fahren können, sind wir auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Und damit die Fahrt zum Markt für uns nicht jedes Mal in Stress ausartet, müssen wir wissen, wo im Bus was ist und an wen wir uns wenden können, wenn es einmal Probleme gibt.“

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