Jahresbericht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg) liefert positive Zahlen für 2011.

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„Der Hafen ist wie eine kleine Stadt“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrausche, der zusammen mit Jürgen Steinmetz (r.) und Robert Abts (l.) am Mittwoch auf dem Schiff der Berufsfeuerwehr den wfg-Jahresbericht vorstellte.

„Der Hafen ist wie eine kleine Stadt“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrausche, der zusammen mit Jürgen Steinmetz (r.) und Robert Abts (l.) am Mittwoch auf dem Schiff der Berufsfeuerwehr den wfg-Jahresbericht vorstellte.

RKN

„Der Hafen ist wie eine kleine Stadt“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrausche, der zusammen mit Jürgen Steinmetz (r.) und Robert Abts (l.) am Mittwoch auf dem Schiff der Berufsfeuerwehr den wfg-Jahresbericht vorstellte.

Rhein-Kreis Neuss. Die Stimmung in der Wirtschaft verbessert sich, der Ifo-Index steigt und auch die Mehrzahl der Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss ist offensichtlich mit der aktuellen Situation zufrieden. Der Standort wird von vielen als „sicherer Hafen“ geschätzt. Da passt es auch ins Bild, dass Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und sein Vertreter Jürgen Steinmetz sowie Wirtschaftsförderer Robert Abts den Jahresbericht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg) am Mittwoch auf einem Schiff der Berufsfeuerwehr auf einer Fahrt durch den Neusser Hafen vorstellten.

Der Kreis blicke auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Die Zahlen stimmten positiv, sagt der Landrat nicht ganz unerwartet, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei gut gewesen: „2011 ist die Arbeitslosenquote erstmals seit 20 Jahren auf unter sechs Prozent gesunken und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zurückgegangen.“

Projekte wie die Job-Initiative Rhein-Kreis Neuss zahlten sich aus. So würden Fachkräfte langfristig an die Wirtschaft vor Ort gebunden. Durch das Förderprojekt „Regionalbudget“ stünden dem Kreis hier 130 000 Euro zur Fachkräfteberatung und -sicherung zur Verfügung. Die Zertifizierung als mittelstandsfreundliche Verwaltung erhöhe die Attraktivität für Unternehmer und neue Gründer. 554 Gründungswillige, Existenzgründer und Jungunternehmer seien 2011 vom Startercenter beraten worden.

Logistikbranche ist wichtige Grundlage für das Wachstum im Kreis

Beim geplanten Klimaschutzgesetz stellt sich Petauschke auf Seiten der Wirtschaft und deutet an, dass sich die Rahmenbedingungen für Investitionen verschlechtern könnten – vor allem mit Blick auf stromproduzierende Unternehmen und solche, die stromintensiv produzieren.

Mit der Lage und der logistischen Infrastruktur habe der Kreis einen Trumpf in der Hand. Die Logistikwirtschaft wüsste dies zu schätzen. „500 Unternehmen stellen hier 10 000 Arbeitsplätze zur Verfügung“, sagt Robert Abts, der der Branche noch mehr Potenzial zutraut. So will sich der Kreis auch auf der Transport- und Logistikmesse in Shanghai im Juni präsentieren. Die Immobilienmessen in Amsterdam und München haben ohnehin einen festen Platz im Terminkalender der Wirtschaftsförderung.

Im November will die Wirtschaftsförderung in Brüssel an einem Parlamentarischen Abend teilnehmen. Auch der Kontakt zu den 40 japanischen Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss soll intensiviert werden. Abts: „Wir wollen wissen, was wir tun können und wie sich die Wirtschaft Japans ein Jahr nach Fukushima erholt hat.“

Die im Juli 2011 gegründete Arbeitsgemeinschaft mit Düsseldorf und dem Kreis Mettmann wolle man künftig stärker vorantreiben. Das gelte nicht nur für den Tourismus. Auf Kreisebene könnten sich die Zahlen sehen lassen, freut sich Jürgen Steinmetz: „Bei den Übernachtungen gab es 2011 einen Zuwachs von 34,6 Prozent.“

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