Auf dem Münsterschulareal und dem Freithof geht es vorwärts.

Neuss. Es tut sich was auf dem alten Münsterschulareal am östlichen Innenstadtrand zwischen Quirinusmünster und Hafen. Die Aushebung der Baugrube hat Mitte Dezember begonnen. Im November hatte der Projektentwickler, die Kölner Firma BPD Immobilienentwicklung, von einem Baubeginn Anfang kommenden Jahres gesprochen. Das Innenstadtquartier solle in einem Rutsch fertiggestellt und Ende 2019 bezogen werden können, hieß es von Seiten der Firma Peter Busch Immobilien, die Vermarkter des Bauprojekts ist.

Vermarktet sind die Objekte bereits zum großen Teil: Im Schatten des Quirinus-Münster entstehen neun Stadthäuser mit 18 Eigentumswohnungen und drei Gewerbeeinheiten. Alle Wohneinheiten sind mittlerweile verkauft. Zur Verfügung stehen weiterhin sieben Häuser und eine Gewerbeeinheit. Der Beginn der Abrissarbeiten im April 2016 war im Vorfeld Gegenstand einer jahrelangen Hängepartie. Baupläne und Baugenehmigung lagen schon 2015 vor. Doch rechtliche Klagen von Industriebetrieben des angrenzenden Hafens und Anwohnern des Geländes zögerten die Genehmigung zum Abriss des zehn Jahre leerstehenden Gebäudekomplexes hinaus.

Auf der 2600 Quadratmeter großen Fläche des westlichen Freithofs an der Südseite des Quirinusmünsters sind die Bauarbeiten bereits fortgeschritten. Seit August wird die Fläche zu einem bürgerfreundlichen Aufenthaltsbereich mit Grünfläche und Parkplätzen umgestaltet. „Wir sind gut im Fahrplan“, sagt Peter Fischer vom städtischen Presseamt. Natürlich sei der weitere Verlauf der Arbeiten vom Wetter, vor allem vom Frost, abhängig. „Wenn aber alles gut läuft, sind die Arbeiten bis spätestens Ostern abgeschlossen“, sagte Fischer.

Nachdem Archäologen im städtischen Auftrag auf dem ehemaligen Friedhof im August menschliche Knochenreste, aber auch die Reste einer bislang unbekannten mittelalterlichen Stadtmauer entdeckt hatten, sei mittlerweile auch die Arbeit der Bodendenkmalpflege beendet.

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