Bis Mitte September sollen die Arbeiten an der A 46-Zufahrt fertiggestellt werden.

Bis Mitte September sollen die Arbeiten an der A 46-Zufahrt fertiggestellt werden.
Auf der A 46-Baustelle an der Anschlussstelle Grevenbroich wird gearbeitet.

Auf der A 46-Baustelle an der Anschlussstelle Grevenbroich wird gearbeitet.

Anja Tinter

Auf der A 46-Baustelle an der Anschlussstelle Grevenbroich wird gearbeitet.

Grevenbroich. Mit Hochdruck wird jetzt an der Fertigstellung der Baustelle auf der A 46 und der Anschlussstelle von der L 116 in Richtung Heinsberg gearbeitet. Die Bauarbeiten haben sichtbar an Fahrt aufgenommen. Mittlerweile wird der neue Asphalt auf die gesperrte, rechte Fahrspur und auf die Autobahneinfahrt aufgebracht. Ein neues Hinweisschild kündigt das Ende der Bauarbeiten nun für Sonntag, 17. September, an. Zunächst war der 31. August avisiert worden.

Sicherheitsräume für Bauarbeiter müssen eingehalten werden

Zuvor war die Frage aufgekommen, weshalb Straßen NRW die Bauarbeiten nicht im Schichtsystem ansetzt und damit beschleunigt. Das sei wegen der für alle Autobahnen festgelegten Sperrzeitenkataloge nicht möglich, sagt Norbert Cleve, Sprecher der Straßen-NRW-Niederlassung in Krefeld. „Mit diesen Katalogen soll sichergestellt werden, dass es zu keinen Fahrstreifenreduzierungen in den sehr verkehrsstarken Zeiten kommt, wobei gerade bei hochbelasteten Autobahnstrecken auch damit keine dauerhafte Staufreiheit garantiert werden kann“, verdeutlicht er. Außerdem sei es aus Sicht des Arbeitsschutzes zwingend erforderlich, vorgegebene Sicherheitsräume für die Bauarbeiter zum fließenden Verkehr einzuhalten.

Deshalb könne eine Vielzahl der Arbeiten, etwa bei den Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen, nur unter einer einstreifigen Verkehrsführung ausgeführt werden. Schließlich sei Straßen NRW als öffentliche Verwaltung zur Förderung des Mittelstandes verpflichtet. Und viele mittelständische Unternehmen könnten einen Schichtbetrieb nicht anbieten.

Auch Sanierung der A 540 ist geplant

Es war zudem angeregt worden, die Arbeiten in der Auffahrt erst in der vierten Sommerferienwoche beginnen zu lassen. Dies hätte laut Cleve aber gleich mehrere Nachteile erbracht: Eine mehrwöchige Unterbrechung der Arbeiten und damit verbundene Mehrkosten wären notwendig geworden. Und witterungsabhängige Arbeiten hätten sich bis in den November gezogen, woraus sich Verzögerungen oder Qualitätsminderungen ergeben hätten, führt er aus.

Eine weitere Frage war, weshalb Straßen NRW nicht im Zuge der A 46-Sanierung die Autobahn vor und hinter der Abfahrt Jüchen gleich mit saniert hat? Cleve sagt dazu: „Dies hätte zwingend zu einer zeitweisen Sperrung der Autobahn geführt. Um dies zu vermeiden, wurde die Sanierung der Anschlussstellen bewusst von der Sanierung der Fahrbahn entkoppelt.“ In den kommenden Jahren sei geplant, die durchgehende Fahrbahn auch bei Jüchen zu sanieren.

Noch nicht fest terminiert ist die weitere Autobahnsanierung zwischen Grevenbroich und dem Autobahnkreuz Holz. Dazu werde erst die Fertigstellung der A 44n und deren Anschluss an die dann sechsspurige A 46 abgewartet. Vor 2019 werde wohl nicht begonnen, dann aber, wie eigentlich inzwischen überall, bei laufendem Betrieb weiter saniert.

Mit der Sanierung des Teilstückes der Autobahn 540 zwischen Gustorf und Grevenbroich-Süd soll im Laufe dieses Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung werde sich aber weit ins nächste Jahr hineinziehen.

Gegen den Vorwurf, auf den Autobahnen Flickschusterei zu betreiben, verwahrt sich Cleve: Die in Teilen bereits 1965 und 1975 erbaute A 46 werde jetzt an den Anschlussstellen, wo es besonders dringend sei, planmäßig saniert. Die übrigen, weniger sanierungsbedürftigen Bereiche würden dann später erfolgen.

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