Aus der Dormagener Kulturszene ist die Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.

Aus der Dormagener Kulturszene ist die Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.
Beim Festival Alte Musik im Kloster Knechtsteden wird Barockmusik durchaus neu interpretiert.

Beim Festival Alte Musik im Kloster Knechtsteden wird Barockmusik durchaus neu interpretiert.

Festival Alte Musik

Beim Festival Alte Musik im Kloster Knechtsteden wird Barockmusik durchaus neu interpretiert.

Dormagen. Alte Musik mit zeitgenössischer in Verbindung bringen, eine Verknüpfung herstellen und damit neue Sicht- und Hörweisen fördern – das möchte Hermann Max mit dem von ihm begründeten Festival Alte Musik in Knechtsteden erreichen. Die 25. Auflage des Barockfestivals vom 17. bis 25. September ist nun für die Organisatoren guter Grund zum Zurückschauen, auch wenn der engagierte Festivalleiter selbst lieber nach vorn schaut: „Wir haben immer versucht, die Zeichen der Zeit aufzunehmen, um etwas Fruchtbares zu schaffen, das gilt auch für das aktuelle Feier-Programm“, sagte Max gestern bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus. Hermann Max dankte den Unterstützern und Sponsoren für ihre Treue – und den Jugendlichen für ihre Mitwirkung bei der Medienwerkstatt: „Es ist sehr wichtig, dass die Alte Musik von jungen Menschen weitergetragen wird.“

Karten für einzelne Konzerte werden schon rar

In den 24 Jahren sind es jeweils acht bis zehn Konzerte gewesen, wie der Geschäftsführer Michael Rathmann ausführte: „So waren es rund 200 Konzerte mit jeweils 2500 bis 3300 Besuchern, also insgesamt fast 70 000 Zuschauern.“ Im Januar hatte Rathmann die Geschäfte von Martin Kahl übernommen, der sich sehr freue, „weiterhin im Hintergrund mitzuarbeiten“, wie er sagte. Die Besucher des Festivals Alte Musik Knechtsteden kommen nicht nur aus Dormagen und dem Rhein-Kreis Neuss, sondern auch aus Düsseldorf, Köln und weit darüber hinaus. Kein Wunder, dass Bürgermeister Erik Lierenfeld von einem Aushängeschild für die Stadt sprach: „Das Festival ist ein fester Bestandteil der Dormagener Kulturszene.“

Es sei auch den Ehrenamtlichen zu verdanken, dass das beliebte Festival in der Stadt gehalten werden konnte. „Die Stadt steht auch in der Zukunft fest zum Festival“, erklärte Lierenfeld. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke lobte die „ständige Weiterentwicklung“ des Festivals, das „keine elitäre Musikveranstaltung für eine kleine Gruppe, sondern eine Auseinandersetzung mit Musik“ sei. Das hätten die festen Partner Stadt, Kreis und Sparkasse seit Jahren honoriert.

Die Eintrittspreise wären ohne das Engagement der Förderer um bis zu 25 Prozent teurer, hat Heinz Mölder, Vorstand der Sparkasse Neuss, die auch mit Stiftungen das Festival unterstützt, errechnet: „Es ist ein Leuchtturmprojekt, bei dem wir an Bord sind und auch an Bord bleiben“, so Mölder. Auch Dorothée Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, betonte die Kreativität der Festivalmacher, die „erfrischend neue Elemente aufnehmen und zu einem stimmigen Ganzen formen“. Wie Thomas Helfrich von der Leitung „Bayer Kultur“ betonte, soll die Zusammenarbeit mit dem Festival weiter ausgebaut werden: „Kulturarbeit ist Bildungsarbeit.“

Nachdem für einzelne Konzerte wie die Gregorianische Nacht am 21. September die Karten rar werden, blickt Max schon auf 2017, wenn er Musik aus Europa mit China verknüpfen will.

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